Baustellenampel am Kreisverkehr wird heute verschwinden : Neumühler Kreisel erregt Gemüter

Gestern wurde die Asphalt-Deckschicht der Fahrbahn eingebaut, heute soll die Ampel verschwinden. Klawitter
Gestern wurde die Asphalt-Deckschicht der Fahrbahn eingebaut, heute soll die Ampel verschwinden. Klawitter

Die Nerven liegen blank in Neumühle: Die Bauarbeiten am neuen Kreisverkehr, der die Kreuzung Neumühler Straße/An den Wadehängen/Mühlenscharrn ersetzen soll, verärgen Anlieger und Autofahrer.

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14. Oktober 2011, 11:30 Uhr

Die Nerven liegen blank in Neumühle. Der Grund: Die Bauarbeiten am neuen Kreisverkehr, der die Kreuzung Neumühler Straße/An den Wadehängen/Mühlenscharrn ersetzen soll, verärgen Anlieger und Autofahrer. Massive Punkte der Kritik sind die Verkehrseinschränkungen durch die Baustellenampel, "obwohl keine Bauarbeiter weit und breit in Sicht sind", entrüsteten sich Anwohner. Zweiter Streitpunkt: Im Abzweig zu den Wadehängen wurde ein Abschnitt zunächst gepflastert, doch wenig später wieder aufgenommen und asphaltiert so wie die benachbarten Bereiche. In dieser Zeit mussten die Anlieger wieder die Umleitung durch die in schlechtem Zustand befindliche Lange Reihe fahren. Für deren Anlieger wiederum bedeutete dies Parkverbot vor ihren Grundstücken.

Der Bauträger, die Entwicklungsgesellschaft Schwerin (EGS), hat für beide Kritikpunkte plausible Erklärungen: "Die Ampel ist von der Verkehrsbehörde vorgeschrieben. Wenn an der Straße gearbeitet wird, müssen Sicherheitsräume eingehalten werden", erläutert Georg Lembcke von der EGS. In diesem konkreten Fall betreffe das den Rückbau der Umleitungsstrecke sowie einige Restarbeiten, etwa die Fertigstellung von Ecken und Absenkungen. Lembcke hat aber auch eine gute Nachricht für die Autofahrer: Gestern wurden auch diese Arbeiten fertiggestellt, von heute an werde der Verkehr auf der Neumühler Straße ohne Bauampel fließen.

Das Problem mit der Pflasterung an der Einmündung zu den Wadehängen sei ärgerlich, gibt Lembcke unumwunden zu. "Wir sind davon ausgegangen, dass durch die Änderung des Fahrbahnbelages automatisch mehr Aufmerksamkeit erzeugt und damit mehr Sicherheit für die Fußgänger erreicht wird. Nun hat sich herausgestellt, dass die Farbe für die Zebrastreifen auf Pflastersteinen nicht so gut hält und nicht so auffällig ist", erklärt Lembcke. Bei solchen komplexen Bauvorhaben würden im Zuge der Realisierung bei bestimmten Details immer noch bessere Varianten erkennbar werden. "Im Interesse der Sicherheit der Fußgänger haben wir uns für die nachhaltige Lösung, also die Asphaltvariante, entschieden."

Kommende Woche werden nun noch Restarbeiten an den Grünanlagen und an dem Kunstwerk im Rondell ausgeführt, die Übergabe des Kreisels erfolgt nächsten Freitag.

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