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Sternberg: Neues Pflegeheim wird bis zu acht Wochen später fertig : Neues Heim mit 79 Pflegeplätzen

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Sechs bis acht Wochen Zeitverzug hat der Winter beim Bau des Pflegeheims am Sternberger Finkenkamp hinterlassen. Prognosen gehen jetzt von einer Fertigstellung zum Jahresende aus.

svz.de von
erstellt am 29.Mär.2011 | 11:00 Uhr

Der Baukran überragt die Häuser in der Nachbarschaft weit - und er dreht sich seit mehreren Tagen wieder. Die Fundamente für das neue Pflegeheim am Sternberger Finkenkamp sind fertig bis auf den Teil, auf dem noch der Kran steht. Die Männer von der Firma S & M Bau Waren/Müritz, die den Zuschlag für den Rohbau erhielt, ziehen jetzt eine Wand nach der anderen hoch. Die Kalksandsteine in unterschiedlich großen Formaten werden nicht gemauert, sondern geklebt, wie die Handwerker sagen. "Das gesamte Gebäude entsteht Stein auf Stein, darauf kommt eine Wärmedämmung und dann wird verklinkert", erklärt Polier Holger Kleemann. Am Freitag wurden die ersten Deckenplatten auf das Kellergeschoss gesetzt.

"Wir halten uns jetzt ran, aber der Rückstand, den das Frostwetter verursacht hat, ist einfach nicht aufzuholen", sagt der Polier. Die knackigen MinusTemperaturen hätten schon kurz nach der Grundsteinlegung im November ein Stoppzeichen gesetzt und dieses Jahr noch einmal zugeschlagen, den Frost lange im Boden gehalten, als es längst weitergehen sollte. Auf sechs bis acht Wochen hat sich der Zeitverzug summiert, überschlägt Danilo Wahl, Geschäftsführer der DRK-Betreibergesellschaft Pflegeheim Sternberg gGmbH und Leiter des Seniorenzentrums.

"Wenn jetzt alles reibungslos läuft, können wir vielleicht noch zum Jahresende einziehen", hofft er, bleibt aber Realist. "Das ist allerdings ein sehr ehrgeiziges Ziel. Denn wer weiß, jetzt legen alle richtig los, da sind Engpässe bei Lieferanten nicht ausgeschlossen." Wahl will keinen unnötigen Termindruck aufbauen. Was nütze es, auf Teufel komm raus im Dezember einzuziehen und sich dann mit Baumängeln und Nach arbeiten

herumzuschlagen. Für ihn habe Qualität Vorrang. "Und wenn es wirklich einen Monat länger dauern sollte, holt der uns ganz schnell wieder ein", meint Wahl.

Die Bauarbeiten wurden in ein gutes Dutzend von Losen aufgesplittet. Neben S & M für den Rohbau erhielten bislang Firmen aus Parchim, Güstrow, aus der Nähe von Rostock sowie aus Crimmitschau, das am weitesten entfernt ist, den Zuschlag. Schrittweise würden bald die nächsten Gewerke folgen.

Das neue Haus am jetzigen Seniorenzentrum bietet Platz für 79 Pflegeplätze, auf 135 steigt damit die Kapazität. Die jetzigen Plätze seien komplett belegt. "Der Bedarf ist da", ist der Geschäftsführer überzeugt. "Natürlich liegen noch keine Anmeldungen vor. Niemand weiß ein Jahr vorher, ob er pflegebedürftig wird. Und wer jetzt einen Platz benötigt, kümmert sich erst einmal woanders. Aber wir haben Anfragen aus Sternberg und Umgebung, wonach jemand Mutter oder Vater gern hierher holen möchte." Übrigens habe, als es um die Standortwahl für den Neubau gegangen sei, so Wahl weiter, "die jahrelange verlässliche Zusammen arbeit mit der Stadt die Entscheidung für Sternberg leicht gemacht".

Bis zum vollen Betrieb des neuen Heimes werden rund 50 weitere Mitarbeiter eingestellt, rechnet der Geschäftsführer. Er habe schon die Fühler ausgestreckt und sei optimistisch, ausreichend Fachkräfte zu finden. "Wir können auch erst einmal einige aus den jetzigen Pflegebereichen umsetzen. Wir haben dort einen Fachkräfteanteil von 73 Prozent, gefordert sind 50 Prozent." Außerdem gäbe es Nachfragen von Pflegekräften, die in dem Heim ausgebildet wurden, aber nicht übernommen werden konnten,

sowie von Mitarbeitern, die Interessenten in ihrem Umkreis haben. Gegenwärtig hat die DRK-Einrichtung einschließlich Fahrdienst mehr als 60 Beschäftigte, davon gut zwei Drittel in der Pflege.

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