Geplanten Windparkanlagen bei Groß Krams und Bresegard : Neuer Streit um Windpark

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Der Ärger um den in letzter Minute verhinderten Windpark bei Groß Krams hat eine politische Dimension erreicht.

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17. Mai 2011, 10:47 Uhr

Der Ärger um den in letzter Minute verhinderten Windpark bei Groß Krams hat eine politische Dimension erreicht.

Mit einer Kleinen Anfrage hinterfragt der CDU-Landtagsabgeordnete Peter Stein die Ablehnung des Eignungsraumes der geplanten Windparkanlagen bei Groß Krams und Bresegard im Landkreis Ludwigslust seitens des Regionalen Planungsverbandes. Steins Begründung: "Offenbar ist es nun jedoch dazu gekommen, dass im letzten Augenblick und nach einem für die Betroffenen nicht nachvollziehbaren Abwägungsprozess ein Eignungsraum aus dem Raumentwicklungsprogramm Westmecklenburg gekippt wurde. Ich will mit einer Kleinen Anfrage zur Aufklärung beitragen und vor allem klären, welche Auswirkung die Entscheidung in Westmecklenburg möglicherweise auf andere Eignungsgebiete für Windenergie im Land hat." Zuvor hatten die gescheiterten Investoren auch öffentlich rechtliche Schritte nicht ausgeschlossen. Selbst gegen Landrat Rolf Christiansen, der im wenige Kilometer entfernten Picher wohnt, hatte es Vorwürfe gegeben, die dieser zurückgewiesen hat. Der Landkreis hatte sich aufgrund neuer naturschutzrechtlicher Gutachten gegen den lange geplanten Windpark gestellt, der regionale Planungsverband hatte dem zugestimmt. CDU-Landtagsabgeordneter Stein nimmt nun daran Anstoß: "Wir alle wünschen uns den Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien. Der Windenergie werden dabei besondere Potenziale zugesprochen. Schon die Große Koalition 1994 bis 1998 hat deren Nutzung in Mecklenburg-Vorpommern durch die Ausweisung von Eignungsräumen unterstützt. Diesen planerischen Weg gehen wir auch heute noch. Die Eignungsräume haben ganz wesentlich dazu beigetragen, nach einer soliden Interessenabwägung wichtige Investitionen zu erleichtern. " Nur, dass diese Abwägung im Falle Groß Krams überraschend zu einem Nein gekippt ist.

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