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Landgericht Rostock: Heute fällt das Urteil : Neuer Prozess gegen Messerstecher

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Der Revisionsprozess gegen die mutmaßlichen Messerstecher vom Rostocker Hauptbahnhof hat begonnen. Robert S. und Maik C. sollen im Februar 2010 einen Mann lebensgefährlich und einen weiteren leichter verletzt haben.

svz.de von
erstellt am 28.Jun.2011 | 08:12 Uhr

Rostock | Im Revisionsprozess um eine Messerstecherei hat der 21-jährige Hauptangeklagte am Dienstag vor dem Rostocker Landgericht ein Geständnis abgelegt. Er gab zu, der Anführer der Tat beim Rostocker Hauptbahnhof im Februar 2010 gewesen zu sein und einem der Opfer viermal in Rücken und Becken gestochen zu haben. Er sagte, es habe sich keine Gedanken über die Folgen gemacht.

Der Mann soll mit seinem heute 17 Jahre alten Komplizen bei den Überfällen am hellen Tag einen 44 Jahre alten Mann lebensgefährlich und einen 31-Jährigen leichter verletzt haben. Der ältere Tatverdächtige war unter anderem wegen versuchten Totschlags zu sechs Jahren und zehn Monaten, sein mutmaßlicher Komplize zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatten gegen das Urteil Revision eingelegt, der der Bundesgerichtshof (BDH) teilweise folgte. Laut BGH habe der 17-Jährige nicht mit Tötungsvorsatz gehandelt. Der Ältere sei möglicherweise von der versuchten Tötung zurückgetreten, was die Strafe mildern würde. Das Urteil wird für Mittwoch erwartet.

Die Überfälle hatten wegen ihrer Brutalität für großes Entsetzen gesorgt. So sei der 21-Jährige mit einem Karatesprung auf sein Opfer losgegangen und hatte dann laut Gutachter mit hoher Intensität auf ihn eingestochen. Der Mann war an diesem Nachmittag auf dem Weg zum Kindergarten, um sein Kind abzuholen.

Weil die Täter bei ihm keine Beute machen konnten, hätten sie nur wenige Minuten später den 31-Jährigen überfallen. Sie bedrohten ihn und verletzten ihn mit Messern. Die Beute waren knapp 15 Euro und ein Handy.

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