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Verbindung mit dem Elbestrom soll wieder hergestellt werden : Neuer Lebensraum für Fische

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Für den niedersächsischen Teil des Biosphärenreservates Elbtalaue will die Biosphärenreservatsverwaltung versuchen, fünf Altgewässer wieder an den Hauptstrom anzuschließen.

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erstellt am 08.Apr.2011 | 10:27 Uhr

Hitzacker | Ursprünglich stand die Elbe mit ihren zahlreichen Altarmen und Nebengewässern in Verbindung. Strombaumaßnahmen und Sedimentablagerungen haben dazu geführt, dass die Nebengewässer meist vom Hauptstrom abgeschnitten sind. Für den niedersächsischen Teil des Biosphärenreservates Elbtalaue will die Biosphärenreservatsverwaltung versuchen, fünf Altgewässer wieder anzuschließen. Das trug der Leiter der Reservatsverwaltung, Dr. Johannes Prüter, während der Versammlung der Elbfischer in Bleckede vor.

"Das ist ja kein neues Thema", so Prüter. "Schon im Jahr 2006 haben wir zusammen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt eine Bereisung durchgeführt, dann wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, an welchen Stellen Maßnahmen dieser Art am sinnvollsten sind, jetzt befinden wir uns in der Umsetzungsplanung." Er sei im Übrigen ziemlich erschüttert, was die langen Zeitabläufe bei den Planungen angehe, fügte er hinzu. Für diesen Elbeabschnitt sind 395 Seitengewässer kartiert worden. Für fünf Altgewässer gibt es konkrete Planungen, eines befindet sich östlich von Bleckede, eines im Vorland von Neu Wendischthun, eines bei Stiepelse, eines im Wehninger Haken und eines ist das Förs terbrack bei Holtorf. Mit Elektrobefischung wurde der Fischbestand erforscht. In diesen Altgewässern ist er ökologisch wertvoll.

Eine erste Öffnung hat es vor kurzem nun schon gegeben, sie befindet sich am alten WiFo-Haken in Hitzacker. Hier musste nur eine Buhne geöffnet werden, um die Verbindung zur Elbe wieder herzustellen. Behilflich mit seiner Technik war das Wasser- und Schifffahrtsamt. Am Garger Werder hat die Gemeinde Amt Neuhaus im vergangenen Jahr der Biosphärenreservatsverwaltung Land verkauft. Hier wird wohl im Herbst ein Durchstich erfolgen. Anders sieht es am Wehninger Haken aus. "Das geht so schnell nicht in die Umsetzung", so Prüter.

Die Altgewässer dienen den Jungfischen als eine Art Kinderstube, da das Wasser hier strömungsberuhigt fließt. Aber sie sind auch wichtig als Nahrungs- und Wintereinstandsgebiet. Deshalb begrüßte Fischermeister Christian Köthke als Sprecher der Gemeinschaftsinitiative Elbfischer die Vorhaben sehr. " Wir sind darüber sehr froh. Es fehlen Laich- und Schongebiete für die Fische, wenn alle Altgewässer versanden", so Köthke.

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