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Forstamt Güstrow : Neuer Chef setzt auf Schulwald und Waldumbau

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Ralf Neuß, Chef des Forstamtes Güstrow, will den Schulwald in Klueß weiter ausbauen: "Das Konzept steht. In diesem Jahr gibt es erste Haushaltsmittel zur ausführlichen Beschilderung der einzelnen Stationen im Schulwald."

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erstellt am 20.Feb.2013 | 11:31 Uhr

Ralf Neuß, neuer und alter Chef des Forstamtes Güstrow, will den Schulwald in Klueß in diesem und den kommenden Jahren weiter ausbauen. "Das Konzept steht. In diesem Jahr gibt es erste Haushaltsmittel zur ausführlichen Beschilderung der einzelnen Stationen im Schulwald", sagt der 46-Jährige. Dadurch solle den Kindern das Ökosystem "Wald" noch besser erklärt werden. "Sie sollen Unterricht in der Natur bekommen."

Primär wird das Projekt "Schulwald" auf dem zwei Hektar großen Gelände der ehemaligen Forstschule in Kueß von Forstamtsmitarbeiter Thomas Langer betreut. "Es gibt verschiedene Ausbaustufen für den Schulwald in den kommenden drei Jahren", erklärt er. Alles unter dem Motto "Vielfalt Wald". Die Beschilderung, die voraussichtlich im Sommer fertiggestellt werden soll, beinhaltet auch Lerntafeln mit diversen Aufgaben für die Kita-Kinder und Schüler. Entstehen soll ein Parcours mit 14 Stationen. "Bereits im vergangenen Jahr haben wir begonnen, den Schulwald zu begrünen und die ersten Kinder eingeladen", sagt Langer.

Verjüngung des Waldes vorantreiben

Diese Art der Waldpädagogik stellt für Neuß eine wichtige Aufgabe des Forstamtes Güstrow dar. Vor allem liegt ihm aber auch die Gestaltung der Wälder am Herzen. Rund 16 000 Hektar Wald aller Eigentumsarten zwischen Güstrow und Rostock und von Mühlengeez bis Raden gehören zum Zuständigkeitsbereich des Forstamtes. "Der Zustand unserer Wälder ist gut. Wir haben viele Kiefernbestände auf guten Böden. Da muss jedoch Laubholz hin. Ich will den Waldumbau hin zu Mischwäldern fortsetzen", sagt er. Durch Aufforstung will der Forstamtsleiter zudem eine Verjüngung des Waldes erreichen.

Zurzeit ist Ralf Neuß noch dabei, "erst einmal wieder in Güstrow anzukommen und sich einen Überblick zu verschaffen". Im Januar hatte er die Leitung des Forstamtes von Axel Stein übernommen, der nach fünf Jahren in Güstrow eine neue Aufgabe in der Landesforst übernommen hat. "Mein Vorgänger hat eine tollen Job gemacht und mir einen hervorragend bestellten Wald übergeben", sagt Neuß. Der 46-Jährige war bereits von 2003 bis 2008 Leiter des Forstamtes Güstrow, wechselte dann in die Zentrale der Landesforst nach Malchin und leitete dort das Fachressort "Waldbau". Er freut sich, wieder in Güstrow zurück zu sein. "Die Arbeit im Forstamt ist wesentlich näher am Wald. In Malchin war ich näher am Papier", sagt Neuß.

Versteigerung von Brennholz

Neuß hofft, in diesem Jahr 25 000 Festmeter Holz aus seinen Beständen verkaufen zu können. Ein untergeordneter, aber publikumswirksamer Punkt in dieser Rechnung ist auch die alljährliche Brennholzversteigerung. An der B 104 im Wald hinter Klueß haben Mitarbeiter des Forstamtes bereits zirka 20 Holzpolter zwischen drei bis 50 Raummeter aufgebaut.

Die Lose kommen am 2. März ab 10 Uhr bei der Versteigerung unter den Hammer. "Seit 2008 lädt das Forstamt jährlich zur Versteigerung von Brennholz ein. Wir unterbreiten damit Besitzern von Kaminen oder Kachelöfen sowie Nutzern von Holzvergaseranlagen ein alternatives Angebot zur Selbstwerbung", erklärt Thomas Langer. Insgesamt versteigert das Amt zirka 400 Raummeter. Der Hauptanteil ist Buchenholz. "Buche hat von unseren heimischen Holzarten mit die höchste Dichte und dadurch einen relativ hohen Brennwert. Außerdem gibt Buchenholz ein schönes Flammbild, so dass es gern als Heizmaterial für Kamine eingesetzt wird", erklärt Langer. Ebenfalls versteigert werden Birke, Eiche und Ahorn.

Die Liste und die Lagekarte der Holzpolter, die ab sofort besichtigt werden können, sind im Forstamt Güstrow erhältlich. Der Versteigerungsort liegt am Nienhäger Weg. Dazu sollten Kraftfahrer auf der B 104 aus Klueßer Richtung zwischen der Einfahrt zur Baumschule und dem Bahnübergang Devwinkel rechts abbiegen. Ab da ist der Weg ausgeschildert. Die Forstleute sorgen mit Glühwein, Kaffee und Tee für Getränke zum Aufwärmen.

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