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Neue Organisationsstruktur im Bützower Rathaus : Neue Verwaltung auf drei Beinen

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Die Verwaltung im Bützower Rathaus wird umgekrempelt. Aus vier Ämtern sollen drei werden. Die Arbeit soll effizienter werden, bei einem größeren Arbeitsumfang. Zukünftig sitzen alle Mitarbeiter unter einem Dach.

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erstellt am 02.Mär.2011 | 10:28 Uhr

Die Verwaltung im Bützower Rathaus wird umgekrempelt. Aus vier Ämtern sollen drei werden. Die Arbeit soll effizienter werden, bei einem größeren Arbeitsumfang. Und alle Mitarbeiter sitzen ab Januar 2012 unter einem Dach - dem des Rathauses. In den Ausschüssen der Stadtvertretung und morgen im Amtsausschuss des Amtes Bützow-Land wird die neue Organisationsstruktur im Rathaus diskutiert, an der seit Herbst intensiv gefeilt wurde.

Jetzt liegen die Pläne auf dem Tisch. Ordnungs- und Bauamt werden zusammengelegt, ein Amtsleiterposten eingespart. Hauptamt und Finanzverwaltung bleiben erhalten. Aufgaben werden teilweise neu verteilt, neu geschaffene Stellen hausintern ausgeschrieben. "Den großen finanziellen Einspareffekt gibt es nicht", erklärt Hauptamtsleiterin Gabriele Behning auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Dort als auch auf der Beratung des Finanzausschusses am Montag fragte Wolfgang Wehrmann (Einzelbewerber), warum es nicht auch zur Zusammenlegung von Hauptamt und Finanzverwaltung kommt. "Der Weg ist der richtige, es fehlt aber der zweite Schritt."

Die Aufgaben der Finanzverwaltung, die neben dem städtischen Haushalt auch noch die 12 Gemeinden "bedient", und des Hauptamtes mit zahlreichen nachgeordneten Einrichtungen (Hort, Krummes Haus, Badeanstalt am Rühner See usw.) seien zu umfangreich, erklärte Behning.

"Es gibt zwei Ansätze bei einer neuen Struktur. Entweder man möchte eine bessere und effizientere Arbeit und oder Einsparungen erzielen", sagt Manfred Salow (Die Linke) am Montagabend im Finanzausschuss. Beim zweiten Ansatz könne man Leute auf die Straße setzen, und die Arbeit wird nicht mehr in vollem Umfang erledigt. "Doch das war nicht unser Ansatz. Die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung muss erhalten blieben."

Das schließe natürlich nicht aus, künftig über weitere strukturelle Änderungen nachzudenken. Das sei ein Prozess, der ständig hinterfragt werden müsse. Dazu zählt auch die Frage der Altersstruktur, brachte Arno Gutzmer (SPD) einen weiteren Punkt in die Diskussion. Auch wenn derzeit die Strategie verfolgt werde, frei werdende Planstellen nicht neu zu besetzen und somit langfristig auch Kosten zu sparen, dürfe man nicht die Ausbildung und die Neubesetzung der Stellen aus den Augen verlieren.

Grund für die umfangreiche Strukturveränderung ist auch der Wechsel von der "kameralen" zur "doppelten" Buchführung (Doppik). Während bisher nur Einzahlungen und Auszahlungen gebucht wurden, wird künftig das gesamte Vermögen einer Kommune - von der Parkbank, über das Schulhaus bis hin zur Straße - mit bewertet.

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