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Energiegemeinschaft investiert : Neue Genossenschaft mit Sitz in Warin

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Die Stadt Warin macht sich einen Namen bei erneuerbaren Energien. Im Rathaus hat die auf Initiative des Energieversorgers Wemag ins Leben gerufene Norddeutsche Energiegemeinschaft eG ihren Sitz.

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erstellt am 26.Apr.2011 | 11:48 Uhr

Die Stadt Warin macht sich einen Namen bei erneuerbaren Energien. Im Rathaus hat die auf Initiative des Energieversorgers Wemag ins Leben gerufene Norddeutsche Energiegemeinschaft eG ihren Sitz. Sie will in Photovoltaik-, Wind- und Biogasanlagen in ganz Norddeutschland investieren.

"Das freut uns als Stadt", sagt Bürgermeister Michael Ankermann. Perspektivisch hofft er auch auf Steuereinnahmen. Wobei die Genossenschaft an ihrem Sitz Am Markt 1 in Warin eigentlich nur einen Briefkasten besitzt. Die kaufmännische und technische Betriebsführung der Genossenschaft wird von der Wemag am Schweriner Obotritenring übernommen.

"Es ist ein Signal", erklärte Caspar Baumgart, Vorstand der Wemag. Das Energieunternehmen fühle sich seinen Anteilseignergemeinden verpflichtet. Deshalb sollen neue Aktivitäten außerhalb der Stadt Schwerin erfolgen. Die Stadt Warin bot sich an, nachdem man schon länger im Gespräch ist, auf den Dächern von Sportlerheim und Feuerwehr Photovoltaikanlagen zu installieren. Früh konnte das kommunale Energieunternehmen den Wariner Bürgermeister mit ins Boot holen. Er wirkt im Aufsichtsrat der neuen Genossenschaft mit.

Die Wemag setzt jetzt auf die Investitionsbereitschaft ihrer Strom- und Gaskunden. Diese können fortan Genossenschaftsanteile erwerben. Das Geld fließe in konkrete Projekte wie den Bau einer Photovoltaikanlage bei Güstrow oder zwei Biogasanlagen im Westen Mecklenburgs, sagt Baumgart. Die Mindestanlage betrage 500 Euro.. Auch Nicht-Wemag-Kunden können Mitglied werden, müssen aber eine Beitrittsgebühr entrichten.

Fünf regionale Volks- und Raiffeisenbanken haben gemeinsame mit der Wemag die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG. gegründet, um weitere Investitionen in Erneuerbare Energien zu ermöglichen.

Baumgart äußerte die Erwartung, dass Genossenschaftsanteile von insgesamt bis zu einer Millionen Euro eingezahlt werden. Damit seien Investitionen von etwa drei Millionen Euro möglich. Neben der großen Photovoltaik-Anlage, die im Sommer auf einer knapp vier Hektar großen Brache für 1,8 Millionen Euro bei Güstrow errichtet werde, gebe es bereits Planungen für neun weitere, kleinere Anlagen. Für die beiden auf Wariner Dächern sind die Aufträge ausgelöst. Projekte in der Region gibt es u.a. an Crivitzer Schulen und auf Dächern einen Sauenanlage in Borkow und auf dem Golchener Hof.

Baumgart zufolge beliefert die Wemag ihre Haushaltskunden schon seit 2008 ausschließlich mit Ökostrom. Diesen beziehe sie noch fast vollständig von anderen Anbietern. Das Unternehmen selbst beteilige sich bereits an Windkraftanlagen und wolle die eigene Produktion von Ökostrom deutlich ausbauen.

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