Neue Chance für das Tretboot

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28. März 2008, 05:00 Uhr

Weil sie von ihrem neuen Schwarm versetzt wurde, ist Münsters schwarze Schwänin Petra nun wieder zu ihrer alten Liebe gebracht worden: Einem Tretboot in Schwanengestalt. Bei ihrer Rückkehr auf den Aasee zog es sie gestern gleich wieder zu dem zu ihrer alten Liebe hin.

Der durch die bizarre Zuneigung zu einem Plastik-Gefährt bekannt gewordene Vogel hatte die letzten vier Monate im Allwetterzoo Münster verbracht, wie dieser am Mittwoch berichtete. Auch das Tretboot war dorthin gebracht worden. Doch zur Überraschung aller freundete sich Petra dort mit einem weißen Schwan an und beachtete das Wasserfahrzeug nicht mehr. Der weiße Schwan sei jedoch am Karsonnabend ein paar Teiche weitergeflogen und mache seitdem keine Anstalten zurückzukehren. Er ziehe offenbar die Gesellschaft von Trauerschwänen des Zoos vor, so der Tierpark.

Weil sich die schwarze Schwänin Beobachtungen des Zoos zufolge einsam zu fühlen schien, wurde sie wieder zu dem Tretboot gebracht. Das Boot war bereits vor einigen Tagen vom Teich des Tierparks auf den Aasee transportiert worden. Da zu dem damaligen Zeitpunkt Petra noch in Begleitung des Höckerschwans war, bereitete ihr dieser Abschied keine Probleme.

Im Mai 2006 war der umtriebige Schwan am Aasee aufgetaucht und hatte sogleich seine Balz-Bemühungen auf das Plastiktretboot gerichtet. Jeden Tag zog der Jungschwan vom frühen Morgen bis spät in den Abend seine Kreise um die Schwanendame, beobachtete und beschützte sie. Nach dem ersten Winter im Allwetterzoo hatte das Paar die Liaison auf dem Aasee fortgesetzt. Beim zweiten Aufenthalt im Zoo wurde Petra dann untreu.

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