Umstellung des Entsorgungssystems : Neue Altpapiertonne für Parchimer

Neue Aufkleber auf den Altpapiertonnen: Jan Becker (l.), Niederlassungsleiter bei Remondis in Ludwigslust, ist ab 1. Juli für die Altpapierentsorgung im Altkreis Parchim zuständig. Neben ihm Steffen Grünwaldt, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Ludwigslust-Parchim.  Fotos: Michael Beitien
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Neue Aufkleber auf den Altpapiertonnen: Jan Becker (l.), Niederlassungsleiter bei Remondis in Ludwigslust, ist ab 1. Juli für die Altpapierentsorgung im Altkreis Parchim zuständig. Neben ihm Steffen Grünwaldt, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Ludwigslust-Parchim. Fotos: Michael Beitien

Die Altpapierentsorgung im Altkreis Parchim wird neu geregelt. Zum 1. Juli führt der Abfallwirtschaftsbetrieb Ludwigslust-Parchim die Papiertonne für private Haushalte ein.

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23. Mai 2013, 11:50 Uhr

Die Altpapierentsorgung im Altkreis Parchim wird neu geregelt. Zum 1. Juli führt der Abfallwirtschaftsbetrieb Ludwigslust-Parchim die Papiertonne für private Haushalte ein. Sie ergänzt das System der 387 Papiercontainer zwischen Brüel, Plau am See und Spornitz. Die bleiben stehen.

Steffen Grünwaldt, Chef des Abfallwirtschaftsbetriebes, verweist auf das Ziel des Kreistages, die Abfallentsorgung im Landkreis zusammenzuführen. Im Ludwigsluster und Parchimer Bereich gibt es unterschiedliche Entsorgungsverträge und Dienstleistungsangebote. Sofern Verträge auslaufen, werden sie angepasst. Dieser Termin ist für Parchims Altpapier der 30. Juni. Bei der europaweiten Ausschreibung der Entsorgung, an der sich fünf Firmen beteiligten, erhielt Remondis den Zuschlag.

Wie im Altkreis Ludwigslust gibt es am 1. Juli im Altkreis Parchim eine Kombination aus Bring- und Holsystem. Ersteres bedeutet: Bürger bringen ihr Papier zum Container. Zweites: Behälter werden vor der Haustür abgeholt.

Letzteres gab es im alten Landkreis Parchim auch bisher, doch nicht als kommunales, sondern als privates System. Drei Firmen haben in der Region rund 10 000 blaue Tonnen bzw. graue mit blauen Deckeln aufgestellt: Alba, Remondis und Golan. Der Landkreis hat diese private Sammlung untersagt. Nach seiner Ansicht steht ihm das Altpapier zu. Es läuft ein Rechtsstreit. Für August ist das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht angekündigt.

Mit zwei Firmen gibt es mittlerweile eine Einigung. Die Tonnen von Remondis und Alba übernimmt der kommunale Betrieb. Teilweise ändern sich Abfuhrtermine. Golan ist von der Vereinbarung nicht betroffen.

"Altpapier ist ein begehrter Sekundärrohstoff", sagt Grünwaldt. "Wir verkaufen das Altpapier." Die Erlöse fließen in die Kalkulation der Abfallgebühren ein. Der kommunale Betrieb will durch das kombinierte System mehr Papier, Pappe und Kartonagen einsammeln. Im Vorjahr kamen im Altkreis Parchim 3754 Tonnen und um Altkreis Ludwigslust 6131 Tonnen zusammen. Die Erlöse daraus waren fast identisch mit jeweils über 440 000 Euro. Hier hat Parchim offenbar das effektivere Vermarktungssystem.

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