Neubau auch ohne IHK? - Kammer-Reformer wollen Verkauf an Investor prüfen

Entsteht der Neubau auch dann, wenn sich  die IHK als Investor zurückzieht?
Entsteht der Neubau auch dann, wenn sich die IHK als Investor zurückzieht?

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26. Oktober 2008, 05:15 Uhr

Altstadt - Auch wenn bei den jüngsten Wahlen zur Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin die Gegner des Kammersitz-Neubaus an der Graf-Schack-Allee die Mehrheit gewonnen haben, wollen sie das Bauvorhaben nicht unbedingt grundsätzlich beenden.

„Es soll geprüft werden, ob das Projekt in der jetzigen Bauphase zum Verkauf an einen Investor angeboten werden kann“, teilten die Reformer jetzt mit. Zuvor hatte der Reformflügel allerdings auch deutlich gemacht, dass sie den Neubau unter der Regie der IHK aus Kostengründen in jedem Fall stoppen wollen. Es sei besser „kleines als großes Geld in den Sand zu setzen“, so Bauunternehmer Karsten Bunsen. Ohne neuen Investor hieße dies demnach, die Baustelle einzuebnen.

Um ihr weiteres Vorgehen abstimmen zu können, hat die Unternehmerinitiative um den Schweriner Software-Entwickler Torsten Hecht IHK-Hauptgeschäftsführer Klaus-Michael Rothe, der in der Kritik steht, das 13 Millionen Euro teure Vorhaben ohne jede Transparenz und gegen den Protest vieler Firmenchefs vorangetrieben zu haben, schriftlich aufgefordert, umgehend sämtliche Pläne und Verträge offenzulegen, die Aufschluss über Kosten, Bauablauf sowie Nutzung und damit auch Refinanzierung der Immobilie geben.

Nun wollen die Reformer noch vor der konstituierenden Sitzung der neuen Vollversammlung auf alle Mitglieder dieses Gremiums zugehen, „um die Kräfte zu bündeln“.

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