zur Navigation springen

"Nein, das ist die Vollmann-Philosophie!"

vom

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2010 | 08:36 Uhr

Rostock | Beim Fußball-Erstligisten und deutschen Rekordmeister FC Bayern München lebt man nach der "Mir-san-Mir-Mentalität", dokumentiert damit großes Selbstvertrauen gegenüber den Kontrahenten und das Glauben an die eigene Stärke. Zwei Spielklassen tiefer versucht der FC Hansa einen ähnlichen Weg zu gehen. "Wir sind wir und lassen uns mit unserer Moral und Einstellung von keinem anderen vom Sockel hauen. Ich denke, das haben wir bislang ganz gut hinbekommen", so FCH-Trainer Peter Vollmann.

Dabei profitieren die Ostseestädter von ihrem spielerischen Vermögen, sind in der Lage jeden Gegner zu dominieren. "Wir werden immer stabiler und können dann auch mit solchen Situationen, wie in Dresden vor 29 000 Zuschauern umgehen", erklärt Coach.

Gegen Dynamo machten die Rostocker erneut einen Rückstand wett, nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Auch die Partien gegen Unterhaching (7:2 nach 1:2), Burghausen (1:1 nach 0:1) und Braunschweig (2:1 nach 0:1) konnten die Hansestädter noch drehen. Selbst bei Spitzenreiter Kickers Offenbach fand die Kogge zweimal zurück, musste sich am Ende aber dennoch mit 2:3 geschlagen geben. "Das Wir-Prinzip, das wir auf die Beine gestellt haben, funktioniert auch noch nach den ganzen Verletzungen, die uns ereilt haben. Die Spieler sind enger zusammengerückt und verstehen, dass es für uns der einzige Weg ist, um erfolgreich zu sein", sagt Vollmann, der eine Andeutung auf die Bayern und ihre "Mir-san-Mir-Mentalität" mit den Worten kontert: "Nein, das ist die Vollmann-Philosophie!"

Doch auch der 52-Jährige ist nicht rundum zufrieden. Vor allem die leichten Ballverluste ärgern den Fußball-Lehrer. "Wir schätzen den Wert des Besitzes nicht genug. Wenn der Ball weg ist, müssen sich im Maximalfall zehn Leute in Bewegung setzen, um ihn wiederzugewinnen. Das kostet natürlich eine Menge Kraft", so Rostocks Trainer, der zudem fordert, dass das Team mal wieder ohne Gegentor bleibt. Während dies in den ersten sieben Partien fünf mal gelang, so klingelte es in den zurückliegenden sechs Begegnungen jeweils mindestens einmal im Kasten der Hanseaten. "Beide Fakten sind eng aneinander gekoppelt. Wenn wir mehr Ballbesitz und eine bessere Zirkulation haben, kommen weniger Angriffe auf unser Tor und die Wahrscheinlichkeit ist eben größer, dass wir keinen Gegentreffer bekommen. Allerdings müssen wir dabei auch den richtigen Mittelweg finden und uns unserer Stärken in der Offensive nicht berauben", sagt Peter Vollmann.

Am Sonnabend (14 Uhr) kann die Truppe zu Hause gegen Saarbrücken zeigen, ob sie in der Lage ist, die passende Balance zu finden.

Hansa intern

  • Dickes Ohr: Sebastian Pelzer hat als Andenken an die Begegnung in Dresden ein blaues Ohr und konnte gestern nicht trainieren. „Er hat eine Creme bekommen und muss Antibiotika nehmen, damit sich der Bluterguss nicht festsetzt“, so Trainer Peter Vollmann.

  • Dicker Fuß: Robert Müller konnte dagegen wegen Problemen am Fuß nicht mitmachen. Rostocks Coach hofft, dass die beiden Kicker heute (14 Uhr) wieder dabei sind.

  • Jensen beim DFB: Während Tom Trybull vormittags noch zur Schule geht und nur nachmittags trainieren kann, ist Pelle Jensen bis morgen bei einem DFB-Lehrgang. Zudem fehlte Kevin Pannewitz wegen eines persönlichen Termins.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen