Kirch Rosin : Nebelbrücke schließt Rundweg

Sie geben am Sonnabend die Schweinsbrücke über die Nebel frei: Ulrich Blau, Hannelore Monegel sowie Axel Stein (v.l.) mit seinen Kindern Fritz und Frieda. REgina Mai
Sie geben am Sonnabend die Schweinsbrücke über die Nebel frei: Ulrich Blau, Hannelore Monegel sowie Axel Stein (v.l.) mit seinen Kindern Fritz und Frieda. REgina Mai

Die neue Schweinsbrücke macht einen Wanderweg über fünf Kilometer bei Kirch Rosin wieder zu einem Rundweg. Die marode Querung über die Nebel musste abgerissen werden.

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17. Oktober 2011, 09:39 Uhr

Die neue Schweinsbrücke macht einen Wanderweg über fünf Kilometer bei Kirch Rosin wieder zu einem Rundweg. Vor ein paar Jahren musste die marode Querung über die Nebel abgerissen werden. Nun ist Ersatz geschaffen. Die Einweihung erfolgte am Sonnabend beim Wandertag des Landschaftspflegeverbandes Krakow am See-Mecklenburger Schweiz, denn der Wanderweg ist Teil des Projektes "Bilder eines Flusses" und trägt die Nummer 10 auf der Liste von 13 Wanderwegen direkt an der Nebel und im Umfeld des Flusses zwischen Linstow und Güstrow.

"Das ist der Lieblingswanderweg der Kirch-Rosiner. Jeder kennt ihn", betont Ulrich Blau. Die fehlende Brücke hatte ihn jahrelang unterbrochen. "Damit fehlte etwas", stellt der Bürgermeister der Gemeinde Mühl Rosin fest. Nicht nur für Einheimische, sondern auch für Urlauber, die Natur erleben wollen, sei es ein wunderbarer Weg. Warum das so ist, erklärte am Sonnabend u.a. Volker Thiele, Biologe und Vorstandsmitglied im Landschaftspflegeverband. Die Nebel sei auf diesem Abschnitt ein fast natürliches Gewässer. Sie winde sich hier durch ein hügeliges Grundmoränengebiet und wechsele dabei schnell ihren Charakter. "Bei so herrlichem Herbstwetter einfach wunderschön", kommentierte Hannelore Monegel, Vorsitzende des Landschaftspflegeverbandes, die Wanderung.

Während ein großer Teil der 13 Wanderwege des Projektes "Bilder eines Flusses" bereits fertig ist, bliebe für die Zukunft noch einiges zu tun, betont Hannelore Monegel und begründet dies mit fehlenden finanziellen Mitteln. Deshalb sei der Verband sehr froh, dass das Forstamt Güstrow sich der Brücke annahm. Dabei, so gestand Amtsleiter Axel Stein, habe man nicht geahnt, wie viel Arbeit dieser Ersatzbau machen würde. Erst musste ein Baugrundgutachten her. Folge: Die Brücke wurde immer länger und brauchte damit unbedingt eine Mittelauflage. Und dann auch noch die Bachmuschel! "Aber wir sehen uns als Hüter des Bürgerwaldes und somit in der Pflicht auch dem Erholungsaspekt des Waldes gerecht zu werden", betonte Stein und erntete von den Wanderern am Sonnabend viel Dank und Anerkennung.

Während bei den hergerichteten und ausgeschilderten Wanderwegen im Bereich der Nebel der Vandalismus ein großes Problem sei, müsse der Landschaftspflegeverband auch noch einige Wege herrichten. Volker Thiele nennt den Weg um die Quelle des Teuchelbaches, den am Güstrower Inselsee und in den Heidbergen und den Barlachweg mit Liebnitzwiesen. Die vor Jahren herausgegebene Broschüre, ein Natur- und Wanderführer, der längst vergriffen ist - soll ergänzt und neu aufgelegt werden. "Außerdem wollen wir für jeden Rundweg ein Faltblatt herausgeben", kündigt Volker Thiele an.

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