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Scout aus dem Rheinland bewertet das Sternberger Seenland : Naturpark unter die Lupe genommen

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Das Sternberger Seenland hat Chancen, auch weiterhin den Titel "Qualitätsnaturpark" zu tragen. Das war gestern von Sauer, Geschäftsführer vom Naturpark Rheinland zu hören.

svz.de von
erstellt am 07.Jul.2011 | 11:53 Uhr

Das Sternberger Seenland hat beste Chancen, auch weiterhin den Titel "Qualitätsnaturpark" zu tragen. Das war gestern aus der Einschätzung von Harald Sauer, Geschäftsführer vom Naturpark Rheinland zu hören. Der Mann aus der Region Köln hatte zwei Tage lang das Sternberger Seenland als so genannter Qualitäts-Scout unter die Lupe genommen.

70 der 103 Naturparke in Deutschland dürfen sich mit dem Qualitätssiegel schmücken. Das Sternberger Seenland hatte es vor fünf Jahren als eine der ersten Regionen in Deutschland erreicht. Jetzt läuft die Gültigkeit des Zertifikats ab, es muss verteidigt werden. Dazu waren zunächst umfangreiche Fragebögen auszufüllen. Gefragt war beispielsweise, welche Projekte realisiert werden. Das wurde jetzt beim Besuch eines Fachmanns näher unter die Lupe genommen. Damit es keine Mauscheleien gibt, wie Harald Sauer sagt, kommen die Kontrolleure auf Bundesebene jeweils von weiter her. Der Rheinländer war das erste Mal überhaupt in der Region, "wo andere Urlaub machen", wie er sagt. Was er in den vergangenen beiden Tagen im Sternberger Seenland erlebt hat, höre sich sehr gut an. "Sehr eindrucksvolle Dinge sind passiert." Dazu zählt der Mann aus dem Kölner Raum eine freiwillige Vereinbarung mit Kanuanbietern, mit der Tourismus und Naturschutz unter einen Hut gebracht werden. Näher darüber kam der Qualtätsscout auch mit den Vorsitzenden des Landschaftspflegeverbandes Sternberger Endmoränengebiet Bernhard Schulz und dem Vorsitzenden vom Naturpark-Förderverein Sven-Eric Muskulus ins Gespräch.

Die Stärke des Sternberger Seenlands ist aus Sicht von Harald Sauer das Wasser und die Möglichkeit zum Kanufahren. Auch der Wariner Naturparkchef Volker Brandt sieht die Entwicklungsmöglichkeit als Fahrrad- und Wasserregion. Lob gab es für eine kürzlich erschienene gemeinsame Rad- und Wanderkarte für das Sternberger Seenland und das Bützower Land.

Ziel sei es, eine Wasserwanderkarte für das Sternberger Seenland zu erstellen, so Volker Brandt. Gut fand er die Anregung des Gastes aus dem Rheinland, detailliertes Kartenmaterial für einzelne Regionen zu erstellen. Der Naturpark Rheinland, der doppelt so groß ist wie das Sternberger Seenland, hat mittlerweile mehr als ein Dutzend Karten herausgegeben, erklärte Harald Sauer. Das soll Gästen die Orientierung ermöglichen. So viele Schilder gebe es dafür im Rheinland allerdings nicht, da der Naturpark immer wieder mit Vandalismus zu kämpfen hat.

Reserven sieht der Scout beim Internetauftritt des Naturparks Sternberger Seenland. Hier müssten Informationen aktueller verfügbar gemacht werden, erklärte er gestern gegenüber SVZ. Das betrifft beispielsweise auch die aktuellen Wasserstände in den Flüssen zur Orientierung für Kanufahrer.

"Für uns ist es ganz wichtig, dass von draußen jemand draufschaut und wir nicht im eigenen Saft schmoren", so der stellvertretende Naturparkleiter in Warin Jan Lippke. Er selbst arbeitet ebenfalls als Scout und wird demnächst drei andere Naturparke in Deutschland bewerten. "Man wird nicht dümmer", so Lippke. Er nehme Erfahrungen mit nach Hause und könne in der Fremde auch den einen oder anderen Tipp geben.

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