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Neu Göhren: Umweltcamp des Landesanglerverbands : Naturabenteuer inklusive

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Das Interesse von Heranwachsenden an der Natur befindet sich im Sturzflug. Diese Entfremdung zu stoppen hat sich der Landesangelverband auf seine Fahnen geschrieben.

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erstellt am 20.Jul.2011 | 11:47 Uhr

Das Interesse von Heranwachsenden an der Natur befindet sich im Sturzflug. Diese Entfremdung zu stoppen und Mädchen und Jungen mit Spaß für die Umwelt zu begeistern, hat sich der Landesangelverband (LAV) auf seine Fahnen geschrieben. Deshalb heißt es momentan rund um Neu Göhren "Petri heil!"

"Das pädagogische Konzept soll den jungen Leuten bereits frühzeitig ein umweltbewusstes Leben aufzeigen", sagt Peter Rinow. Der 53-Jährige ist Verbandsjugendleiter des LAV und betreut derzeit noch bis zum kommenden Sonnabend 65 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 18 Jahren beim diesjährigen Natur- und Umweltcamp am Bootsanleger.

Vor allem steht der Spaß im Mittelpunkt

"Um Kinder für Natur- und Umweltthemen zu begeistern, muss vor allem der Spaß im Mittelpunkt stehen", betont der Rostocker, während er dem Petrijünger-Nachwuchs aus ganz Mecklenburg-Vorpommern an der Schmölener Brack den einen oder anderen wertvollen Hinweis gibt. Schließlich wollen die kleinen und großen Angler auch Fisch anlanden. Denn Karpfen, Barsch, Aal, Hecht und Schlei sollen sich in den Tiefen des Wassers aufhalten.

Auf diese begehrten Schuppentiere hat es auch Tim Waack aus Thurow abgesehen. Der 14-Jährige ist das erste Mal im Camp. "Das macht riesig Spaß", gesteht der junge Mann, während seine Augen gebannt auf die reflektierende Wasserfläche starren. Bloß keinen Biss verpassen. Ähnlich geht es auch Robert Herrmann. Der 13-Jährige stammt ebenfalls aus Thurow. Auch für ihn sind diese organisierten Tage inmitten der Natur eine Premiere.

"Wir wollen, dass die Jungangler als spätere Mitglieder in den Angelvereinen bei der Stange bleiben", sagt Peter Rinow und erzählt von der großen Nachfrage bei den Camps. "Schließlich bekommen die Mädchen und Jungen für kleines Geld eine Menge geboten. Den Rest der Kosten übernimmt der Landesangelverband, der momentan um die 43 000 Mitglieder hat." Dann schwärmt Linow vom Land MeckPom und seinem einzigartigen Potential an Gewässern. "In unserem Land gehen etwa 100 000 Menschen diesem schönen Hobby nach", berichtet der erfahrene Angler, der seine Leidenschaft im fünften Lebensjahr entdeckte - Dank seines Vaters und eines riesigen Dorsches.

Viele Kinder und Jugendliche seien aufgrund verschiedenster Familiensituationen oft mentalem Stress ausgesetzt und benötigten einen Weg, den Kopf freizubekommen. Einfach mal abzuschalten.

Respekt und Achtung vor der Natur

"Angeln ist ein spannender Sport und eine entspannte Freizeitbeschäftigung, die der Jugend einen passenden Ausgleich bieten kann", führt Rinow weiter aus. Nebenbei lernten sie, sich zu integrieren und übernähmen Aufgaben, was wiederum ihr Selbstbewusstsein stärke. "Respekt und Achtung vor der Natur sind zwei Dinge, auf die wir großen Wert legen. Ebenso auf Toleranz. Bei uns herrscht zwar kein strenges Regime, aber gewisse Regeln müssen befolgt werden, damit das Zusammenleben klappt. Außerdem sollen sie von dem Wissen, das wir an sie weitergeben, profitieren und lernen, Verantwortung zu übernehmen." Es liege ihm ganz besonders am Herzen, dem Nachwuchs schon frühzeitig das Verhalten in der Natur und den Umgang mit Tieren wie Pflanzen nahe zu bringen. "Denn nur wenn es uns gelingt, neben der Leidenschaft für das Angeln auch die Achtung vor der Natur zu vermitteln, werden aus Jungen und Mädchen waidgerechte vollwertige Angler, die später einmal in unsere Fußstapfen treten. Rinows Slogan: " Angeln ist viel spannender, als vor dem Fernseher oder dem Computer zu sitzen."

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