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Aigle in Frankreich : Nachträglich Teamsprint-Gold

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„Aha? Mehr kann ich dazu derzeit gar nicht sagen, bringt uns ja aber auch nichts", mailte Stefan Nimke. Den Teamsprintern ist neun Monate nach der Bahnrad-WM die Goldmedaille zugesprochen worden.

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erstellt am 06.Jan.2012 | 09:09 Uhr

rostock | Den deutschen Teamsprintern ist gut neun Monate nach der Bahnrad-WM im niederländischen Apeldoorn die Goldmedaille zugesprochen worden. Aufgrund der rückwirkend verhängten Dopingsperre gegen Gregory Bauge wurden alle Ergebnisse des Franzosen zwischen dem 23. Dezember 2010 und 22. Dezember 2011 annulliert, teilte der Weltverband UCI gestern mit. Demnach verliert Frankreich Gold im Teamsprint an das im März 2011 zweitplatzierte deutsche Trio René Enders (Erfurt), Maximilian Levy (Cottbus) und Stefan Nimke (Schwerin). Silber geht an Großbritannien, Australien erhält Bronze.

"Aha? mehr kann ich dazu derzeit gar nicht sagen, bringt uns ja aber auch nichts :-). Die Franzosen waren - ob nun mit oder ohne Meldeverstoß - schneller. Außerdem hab ich nachträglich nicht viel davon... Der ,Club der Besten’ war schon und eine Extra-WM-Prämie gibt es für mich ja auch nicht. Und ich gewinne lieber auf sportlicher Ebene und nicht auf Papier", mailte uns kurz nach Bekanntwerden der Nachricht auf Anfrage Stefan Nimke, der sich seit Mittwoch mit seinen BDR-Kollegen im Trainingslager im südafrikanischen Kapstadt befindet.

Die deutschen Teamsprinter sind somit sowohl amtierender Welt- als auch Europameister.

Gregory Bauge verliert auch seinen WM-Titel im Sprint an den Briten Jason Kenny.

Der französische Verband hatte Bauge am 8. November rückwirkend für ein Jahr gesperrt. Der 26-Jährige hatte innerhalb von 18 Monaten zweimal falsche Angaben über seinen Aufenthaltsort gemacht und eine Dopingkontrolle verpasst.

"Das war eine Schlampigkeit von Gregory Bauge, für die er jetzt teuer bezahlen muss", sagte ein Vertreter des französischen Verbandes der Nachrichtenagentur AFP.


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