Nach Tod von 18-Jähriger im Löschteich: Ermittlung gegen Polizisten



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22. Dezember 2008, 05:26 Uhr

Dorf Mecklenburg/Schwerin - Nach dem Tod einer 18- Jährigen, die am Wochenende aus einem Löschteich in Dorf Mecklenburg (Nordwestmecklenburg) gerettet wurde, ermittelt die Polizei nun gegen einen Beamten aus den eigenen Reihen. Der Beamte der Polizeidirektion Schwerin habe nach Eingang eines Notrufs am Freitagabend zwar die Kollegen in Wismar alarmiert, aber erst mit 16 Minuten Verzögerung die Feuerwehr verständigt. Die Kriminalpolizei ermittele nun gegen den Polizisten wegen unterlassener Hilfeleistung, teilte die Polizei in Schwerin am Montag mit.

Die 18-Jährige war am Samstag in der Rostocker Universitätsklinik gestorben, nachdem sie am Abend zuvor aus dem Teich gerettet worden war. Die betrunkene junge Frau war den Angaben zufolge nach einem heftigen Streit im Bekanntenkreis in den Teich gegangen und darin versunken. Die Feuerwehr hatte den vier Meter tiefen, renaturierten Teich mit Staken durchsucht und die Frau nach etwa drei Stunden gegen Mitternacht leblos gefunden. Ein Notarzt reanimierte die 18-Jährige und brachte sie ins Krankenhaus. Dort starb sie wenige Stunden später.

Die Staatsanwaltschaft Schwerin teilte am Montag mit, es hätten sich keine Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben. Ob es sich um einen Unfall oder einen Selbstmord handele, könne noch nicht gesagt werden. Ein Zeuge habe die Frau im Teich gesehen und die Polizei alarmiert, sagte Oberstaatsanwalt Hans-Christian Pick. „Dass da noch irgendwelche Leute rumgestanden haben, ist mir nicht bekannt.“ Die genaue Todesursache sollte durch eine Obduktion festgestellt werden. Die Ergebnisse lagen der Staatsanwaltschaft noch nicht vor.

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