zur Navigation springen

Nach Randale: Veolia droht mit Ausstieg beim FC Hansa

vom

svz.de von
erstellt am 13.Mai.2010 | 05:51 Uhr

Rostock | Dem Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock droht neues Ungemach. Die Firma Veolia Umweltservice - derzeit Co-Sponsor und ab der kommenden Saison neuer Hauptgeldgeber - droht dem ostdeutschen Traditionsclub nach den schweren Ausschreitungen und Krawallen vom vergangenen Wochenende rund um das 1:3 bei Fortuna Düsseldorf mit dem Ausstieg aus dem erst Ende März geschlossenen Vertrag.

In einem Brief an Aufsichtsrat und Vorstand des Vereins (liegt der Redak-tion vor) heißt es: "Nach den jüngsten Ausschreitungen von ,Fans des FC Hansa Rostock in Düsseldorf sind wir in tiefer Sorge um die Reputation des Vereins. Zugleich befürchten wir negative Folgen für uns als neuen Hauptsponsor. ... Die Ausschreitungen in Düsseldorf sind - wie Sie wissen - keine einmalige Ausnahme. Wir werden es keinesfalls akzeptieren, dass unser Sponsoringbeitrag für Strafzahlungen im Zusammenhang mit Ausschreitungen verwendet wird."

Veolia verlangt vom FC Hansa ein konsequentes Vorgehen gegen die Täter - mit Strafanzeigen und zivilrechtlich - sowie eine klare Distanzierung und fordert, dass die auf der Pressekonferenz am Montag (wir berichteten) getätigten Aussagen keine Lippenbekenntnisse sind.

Anderenfalls kündigte der Konzern seinen Ausstieg als Hauptsponsor an. "Verstehen Sie diesen Brief als unzweifelhaftes Signal: Veolia Umweltservice wird das Sponsoring aus wichtigem Grund sofort beenden, sollten Sie nicht in der Lage sein, Krawalle sowie ausländerfeindliche oder rechtsradikale Ausschreitungen im Umfeld des FC Hansa wirksam zu unterbinden. Wir haben diesen Aspekt bewusst in unsere Sponsoringvereinbarung aufgenommen und damit unmissverständlich unsere Haltung deutlich gemacht", heißt es in der Erklärung von Veolia.

Rostocks Vorstands-Chef Jörg Hempel hatte schon am Montag Probleme und Bedenken bezüglich einiger Sponsoren befürchtet. Um so mehr sind die Vereinsbosse jetzt in der Pflicht, ihren angekündigten harten Kurs auch konsequent durch- und umzusetzen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen