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Malliß : Nach Neustart gleich wieder Ganoven "zu Gast"

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Letztes Jahr gab es den Knall, als Räuber die Bankfiliale zerstörten und das Ladenlokal dabei beschädigten. Gerade sind Filiale und Shop wieder aufgebaut, gabs schon wieder ungebetenen Besuch.

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erstellt am 11.Jan.2011 | 12:49 Uhr

In dem kleinen Shop neben der Volksbank-Filiale in Malliß können die Kunden Schreibutensilien, ein bisschen Mode und Geschenkpapier kaufen. Sie können Versandhausangebote nutzen, ihre Post aufgeben und wer Lotto spielt, auch versuchen, Glück zu kaufen. Pech haben dagegen Hauseigentümerin Gundi Holtrup und die Vorbesitzerin Ursel Korianth, die jetzt als Angestellte in dem Geschäft arbeitet. Erst gab es den großen Knall am 25. Mai des vergangenen Jahres, als Bankräuber mit zu viel Sprengstoff hantierten, die Bankfiliale komplett zerstörten und das Ladenlokal dabei erheblich beschädigten. Gerade sind Filiale und Shop wieder aufgebaut und saniert, da gabs schon wieder ungebetenen Besuch. Am Wochenende wurde im Shop eingebrochen.

Den Neuanfang hatte sich Gundi Holtrup anders vorgestellt. Seit ein paar Tagen betreibt die Hausbesitzerin jetzt auch das kleine Geschäft, das nun "Der kleine Weltladen" heißt. Als sie gestern um kurz nach acht in ihren Laden kommt, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt. "Ich hatte die Tür zum kleinen Büroraum doch gar nicht zugemacht", sagt sie. Hat sie auch nicht, denn es waren Diebe, die in der Zeit zwischen Sonnabend, 14.30 Uhr und montagfrüh erst ein Absperrgitter an der Rückseite des Hauses ausgerissen hatten, dann das Fenster aufhebelten und ins Geschäft eindrangen. "Sie haben versucht, den Tresor zu bewegen", sagt die 50-Jährige. Abgesehen davon, dass nicht viel Geld darin gewesen sei, klappte dieses Unterfangen auch nicht. Dafür nahmen die Einbrecher Postwertzeichen mit. Inklusive Sachschaden schätzt Gundi Holtrup den Schaden auf rund 3000 Euro. "Das haben wir uns anders gewünscht", sagt Sven Holtrup, der auch im Geschäft seiner Frau mitarbeitet. Trotz des Neustarts mit Hindernissen, entmutigen lassen sich die Holtrups, denen noch andere Immobilien dieses Gebäudekomplexes gehören, nicht. Jetzt, da auch die Bank wieder geöffnet ist, sei dieser Standort auch wieder attraktiv für die Kundschaft. Nur ungern denkt Vorbesitzerin Ursel Korianth an die Monate seit der Banksprengung. Zwar konnte sie ein paar Meter weiter ihr Geschäft fortführen, doch Umsatzeinbußen um die 30 Prozent hatte sie trotzdem zu beklagen.

Die Volksbank-Filiale nebenan hat seit dem 3. Januar wieder geöffnet. Bis Ende des Monats hilft eine Angestellte den Kunden, sich mit Geld-, Kontoauszugs- und Überweisungsautomaten zurechtzufinden. Danach will diese Filiale ohne Personal auskommen und reinen Selbstbedienungs-Service anbieten. Ausgenommen sind Bankräuber und Einbrecher.

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