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Zuschlag für eine Landesgartenschau : Nach Güstrow träumt Parchim als Bewerber

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Das Sternberger Seenland liegt mittendrin - nach der Entfernung gäbe es kaum einen Unterschied, ob Parchim oder Güstrow den Zuschlag für eine Landesgartenschau in den nächsten drei, vier Jahren erhielte.

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2011 | 12:08 Uhr

Parchim / Güstrow | Die Schweriner Regierung hatte vorige Woche den Weg frei gemacht für eine Zweitauflage nach Wismar (wir berichteten). Interesse an der Ausrichtung liegt vor, wie aus den Sternberg am nächsten gelegenen Kreisstädten zu hören ist.

Nachdem die Güstrower ihre Bewerbung in Papier und Tüten haben, könnte mit Parchim bald der zweite offizielle Bewerber feststehen. "Wir sind nach der Grundsatzentscheidung der Landesregierung gespannt, wie die Kriterien für eine Bewerbung als Ausrichter im Detail aussehen", sagt Bürgermeister Bernd Rolly (SPD). "Entscheidend wird sein, ob eine solide Finanzierung zu Stande kommt."

Bereits kurz nach Bekanntwerden, dass 2014 oder 2015 eine weitere Gartenschau stattfinden soll, warnen Kritiker allerdings vor dem finan ziellen Risiko einer derartigen Großveranstaltung. So erinnern der Bund der Steuerzahler und die FDP-Fraktion im Landtag an das finanzielle

Desaster der Internationalen Gartenschau (IGA) in Rostock. Dem gegenüber steht der wirtschaftliche Erfolg der jüngsten Bundesgartenschau (Buga) in Schwerin, die 2009 1,9 Millionen Besucher anlockte und mit einem Überschuss endete.

Die erste und bislang einzige Landesgartenschau fand im Sommer 2002 in Wismar statt. Ein ehemaliges Militärgelände am Rande der Hansestadt wurde in eine grüne Oase verwandelt. Daran will Parchim anknüpfen. Mit der Regimentsvorstadt gäbe es ein Areal, das sich für eine Gartenschau hervorragend eigne, meint der Bürgermeister. Nach Abzug des russischen Militärs ist das Gelände gründlich beräumt und für die zivile Nutzung vorbereitet worden. "Für den Ausbau als Wohnstandort gibt es langfristig keinen Bedarf", so Rolly.

In der Barlachstadt wurde lange vor der Bekanntgabe an einem Bewerbungskonzept gearbeitet. Damit sieht Güs trow einen Vorsprung vor weiteren Interessenten, zu denen neben Parchim Barth, Anklam und Putbus gehören. Seit Dezember 2008 beschäftige sich der Förderverein zur Durchführung einer Landesgartenschau 2014 in Güstrow mit dem Thema, sagt dessen Vorsitzender Olav Paarmann. So gibt es die Idee, für die Landesgartenschau den Grün- und Wassergürtel rund um die historische Altstadt zu legen.

Sternberger favorisieren überwiegend die Barlachstadt, wie eine Blitzumfrage von SVZ ergab. "Durch das Schloss-Ensemble mit seinem Garten wäre Güstrow für so eine Landesschau prädestiniert", findet zum Beispiel Peter Jahnke. Parchim habe gerade den Zuschlag als künftige Kreisstadt bekommen, da wäre eigentlich Ludwigslust, wenn sich die Stadt bewerben würde so eine Aufwertung zu gönnen, meint Ursula Leesch aus Holzendorf diplomatisch.

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