Nach Fall Lea-Sophie: OB strukturiert Verwaltung neu

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20. März 2008, 09:16 Uhr

Schwerin - Der vor drei Wochen von den Stadtvertretern als Dezernent bestätigte Beigeordnete Hermann Junghans (CDU) verantwortet jetzt den Bereich Liegenschaftsamt und Zentrales Gebäudemanagement der Stadt. Darüber hinaus soll Junghans Projekte koordinieren, beispielsweise für ein neues Stadtgeschichtsmuseum. Diese Veränderung ist Teil der Neustrukturierung der Stadtverwaltung, die Oberbürgermeister Norbert Claussen (CDU) gestern vorstellte. „Hermann Junghans wird damit künftig nicht mehr im öffentlich wahrnehmbaren Bereich tätig sein, sondern intern“, sagte Claussen. Es habe auch die Überlegung gegeben, ihn ohne Geschäftsbereich zu belassen, aber „wir erhoffen uns mit seiner jetzigen Aufgabe auch einen Nutzen für die Stadt“, so der Oberbürgermeister.

Den Bereich Jugend und Soziales erklärte Claussen zur Chefsache. Beide Gebiete werden in seinem Dezernat zu einem neuen Amt zusammengeführt, die Amtsleitung sei extern ausgeschrieben. „Ich halte das für zwingend erforderlich, um das Vertrauen im Jugendamt und ins Jugendamt weiter zu erhöhen“, begründete Claussen die externe Suche. „Neue Leute bringen auch immer frischen Wind.“ Bis eine „fachlich versierte Person“ gefunden sei, übernehme Hauptamtsleiter Hartmut Wollenteit die Führungsaufgabe im Bereich Jugend. Das Sozialamt verantwortet bis dahin weiterhin Steffen Block.
Das neue Amt für Kultur, Schule, Sport und Freizeit leitet Hans-Ulrich Schmitt. Zuständiger Dezernent ist Dieter Niesen (SPD).

Das seit einem Jahr kommissarisch von Liegenschaftsamtsleiter Rudi Hinz geführte Amt für Verkehrsmanagement übernimmt Dr. Bernd-Rolf Smerdka. Das Amt ist bei Dezernent Dr. Wolfram Friedersdorff (Linke) angesiedelt. Die bisherige Stabsstelle Strategische Steuerung löst OB Claussen dagegen auf – auch aufgrund der Kritik des Landesrechnungshofes. Die Aufgabe Haushalt wird im Finanzdezernat angesiedelt, der Bereich Controlling unter Leitung von Andreas Ruhl direkt im Hauptverwaltungsamt beim Oberbürgermeister.

„Ich bin überzeugt, dass diese Veränderungen das nötige vertrauensvolle Miteinander von Verwaltung und Stadtvertretung befördern“, sagte Claussen.

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