Mutmaßlicher Posteinbrecher hat sich gestellt

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14. Juli 2008, 11:58 Uhr

Stralsund - Einer der beiden mutmaßlichen Posträuber von Tribsees sitzt nach seiner zweiten spektakulären Flucht erneut in Haft. Der 27-Jährige stellte sich am Montag den Ermittlungsbehörden, wie die Polizei mitteilte.

Er war gemeinsam mit einem Komplizen Ende Juni beim Einbruch in eine Postfiliale beobachtet worden, wurde bei seiner Verfolgung angeschossen und konnte zunächst jedoch fliehen. Als er sich vier Tage später in einem Krankenhaus meldete und festgenommen wurde, kam er mangels Fluchtgefahr frei und tauchte für zwei Wochen erneut unter. Der Fall hatte für herbe Kritik an den Justizbehörden gesorgt.

Der 27-Jährige ist den Angaben zufolge der Polizei wegen diverser Delikte bereits bekannt. Dennoch war das Amtsgericht der Argumentation des Verteidigers des Beschuldigten gefolgt, wonach keine Fluchtgefahr bestehe. Kurz nach seiner Entlassung verschwand der Mann. Trotz landesweiter Fahndung gelang es der Polizei nicht, ihn zu fassen. Am Montag erschien er selbst in der Polizeiinspektion Stralsund und sagte den Beamten, dass er nun in Haft gehen wolle, wie ein Behördensprecher sagte.

Der zweite Beschuldigte, ein 28 Jahre alter Mann, sitzt nicht in Untersuchungshaft. Er war noch am Tatort festgenommen worden und hat den Angaben zufolge den versuchten Postraub inzwischen gestanden.

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