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Endlich Flurneuordnung : Mustin hofft auf Millionen für Straßen

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Große Pläne hat die Gemeinde Mustin für die kommenden Jahre: Bis spätestens 2018 sollen diverse Straßen und Plätze in den Ortsteilen saniert oder neu gebaut werden.

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erstellt am 20.Jan.2011 | 11:25 Uhr

Möglich durch das Flurneuordnungsverfahren, in dem die Gemeinde seit dem Vorjahr ist. Den Startschuss soll eine neue Straße zur Bungalowsiedlung am Schwarbowsee bilden. "Damit wollen wir noch in diesem Jahr anfangen", sagt Bürgermeister Berthold Löbel.

Der Bürgermeister sitzt in seinem Büro über einem Order. Den Maßnahmenplan für das Flurneuordnungsverfahren werde die Gemeinde demnächst beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt einreichen. Löbel geht davon aus, dass die Projekte, die das Papier für Mustin erhält, auch umgesetzt werden können, schließlich sei das Amt bei der Vorbereitung im Boot gewesen. Etwa ein Dutzend größere Vorhaben stehen auf dem Zettel. Die Mustiner hofft, dass bis 2016/18 rund 2,4 Millionen Euro fließen, zu gut zwei Dritteln Fördermittel. Für die Flurneuordnung habe Mustin lange seine Rücklagen aufgespart.

Die Straße zur Siedlung am Scharbowsee habe oberste Priorität. "Damit wären dann alle Ortsteile mit Straßen erschlossen", so Löbel. Der jetzige Sandweg am Waldrand soll auf 570 Metern Länge als Asphaltstraße ausgebaut werden (mit Wendemöglichkeit). Geplante Kosten: 162 600 Euro.

In der Flurneuordnung seien neben Mustin auch die Ortsteile Lenzen und Ruchow. So ist vorgesehen, den Ruchower Dorfplatz zu gestalten. Ein großer Spielplatz soll entstehen, Hecken und Bäume gepflanzt werden. Kosten: 134 000 Euro.

Ein weiteres Projekt dürfte die Ruchower freuen: Die Gemeinde plant den Bau einer kleinen Umgehungsstraße, die den Ortskern von landwirtschaftlichem Verkehr entlasten soll. Über gut 1,5 Kilometer soll die Straße führen. "Ein totaler Neubau", so Löbel. Außerdem werde die Kurve an der Kirche verbreitert. Gesamtkosten: gut 450 000 Euro.

In Lenzen soll über Dorferneuerung das Pflaster vor dem alten Gutshaus erneuert werden. "Damit die Wegeführung klar erkennbar ist", erklärt der Bürgermeister. Kosten hier: 64 000 Euro.

Der Maßnahmenplan umfasst weitere Vorhaben. Löbel weist darauf hin, dass bis zu ihrer Umsetzung aber noch einige Jahre vergehen könnten. So sei die Erneuerung der Kastanienallee zwischen Mustin und Rothen mit 653 000 Euro zwar verankert. Wann das historische Pflaster aber auf einer Länge von 1,6 Kilometern erneuert werden kann, sei offen. "Wir haben die Reihenfolge so gewählt, dass Utopisches ganz nach hinten kommt", so Löbel. Ebenfalls im Plan über das Flurneuordnungsverfahren: der Weg Bodderkamp (1,7 Kilometer) für 319 000 Euro, der Weg der Wohnsiedlung "Am Scharbowsee" in Richtung Witzin für 167 000 Euro.

In Ruchow steht der Grünenhägener Weg noch in Planung (137 000 Euro), in Lenzen der Weg in Richtung Bolz (159 000 Euro). Vorgesehen sind auch viele kleinere Vorhaben oder Ausgleichsmaßnahmen wie der Umbau eines Pappelwaldes, das Anlegen einer Feldhecke oder die Sanierung des Solls am Mühlenweg.

Der Mustiner Bürgermeister ist froh, dass die Gemeinde endlich in der Flurneuordnung ist. "Andere Gemeinden haben das schon hinter sich." Es sei schwer, die Eigenmittel solange zu sichern, zumal die Gemeindehaushalte von Jahr zu Jahr schmaler werden. In der öffentlichen Dorferneuerung winken 65 Prozent Fördermittel, im ländlichen Wegebau sogar 80.

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