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17. Dezember 2017 | 01:29 Uhr

Musik als Bildungsauftrag betrachten

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erstellt am 06.Mai.2010 | 07:00 Uhr

Weststadt | Die Diskussion darüber, ob Schwerin drei Musikschulen braucht, hat die Praxis hinlänglich mit Ja beantwortet. Jetzt erhält die Landeshauptstadt massive Rückendeckung, dass trotz klammer Kassen der Kommunen Geld für musische Bildung da sein muss. Der Verband deutscher Musikschulen (VdM) mit rund 1000 Mitgliedseinrichtungen führt seine Bundesversammlung heute und morgen in der Sport- und Kongresshalle durch und hat angekündigt, mit einer "Schweriner Erklärung" die Bedeutung der Musikschularbeit für den Zusammenhalt der Gesellschaft zu unterstreichen.

VdM-Vorsitzender Dr. Winfried Richter betonte deshalb: "Die öffentlichen Musikschulen sind von zentraler Bedeutung für die musisch-kulturelle Bildung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Deshalb fordern auch der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund die Stärkung der Musikschularbeit. Dies bedarf gewiss zusätzlicher Mittel. Da sehen wir die Bundesländer in der Pflicht, denn Bildung, auch musische, ist Länderangelegenheit." Der VdM-Chef erinnerte dabei noch an einen weiteren Aspekt, nämlich dass Bildung in all ihren Facetten enorm wichtig sei, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen.

Dass sich indes auch die Musikschulen den neuen Herausforderungen stellen müssen, darüber sind sich deren Leiter im Klaren. Schwerins Konservatoriumsdirektor Volker Ahmels, zugleich Landesvorsitzender des Wettbewerbs "Jugend musiziert", konnte von der Schaffung moderner, flexibler Strukturen innerhalb des städtischen Kulturbüros berichten, von integrativen Projekten ebenso wie von innovativen wie etwa dem Wettbewerb "Verfemte Musik", von Breitenwirkung mit dem "Klassenmusizieren" und Kooperation mit der Wirtschaft beim Erschließen neuer Finanzierungsquellen. "Dass dennoch eine sehr hohe Qualität des Unterrichts gewährleistet werden kann, belegt das ausgezeichnete Abschneiden unserer Schüler im Wettstreit ,Jugend musiziert - in Ensemblewertungen übrigens schulübergreifend", sagte Ahmels. "Wir haben aber nicht nur einen Bildungsauftrag, sondern auch einen sozialen. Wenn wir beide erfüllen, überzeugen wir Politik und Bürger." VdM-Landeschefin Christiane Krüger aus Ueckermünde lobte diese modernen, innovativen Ansätze des Konservatoriums. Stadtpräsident Stephan Nolte bestätigte das gern: "Deshalb steht Schwerin trotz schwieriger finanzieller Lage auch zu seinen Musikschulen."

Einen Eindruck von deren Leistungskraft werden sich die Teilnehmer der Bundestagung heute selbst machen können, denn von 13.15 Uhr an werden sich verschiedene Ensembles und Projekte in der Kongresshalle präsentieren. Die rund 250 Multiplikatoren, die an der Bundesversammlung teilnehmen, werden sich unter anderem mit dem Projekt "Musikalische Bildung von Anfang an" für Kleinkinder und Grundschüler, mit dem Modernisierungsmanagement an Musikschulen und einer Erweiterung der Angebote für die ältere Generation beschäftigen.

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