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Schweriner Plattenbau : Mueßer Holz: Umbau gegen Leerstand

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Leerstand, Plattenbauten - das Mueßer Holz. Es gibt Pläne für Schwerins sozialen Brennpunkt: Fünf Wohnblöcke sollen abgerissen, die Hamburger Allee verengt und ein Baugebiet erschlossen werden.

svz.de von
erstellt am 18.Feb.2013 | 11:13 Uhr

Sozialer Brennpunkt, Leerstand, Plattenbauten - das Mueßer Holz gilt nicht als Schwerins Vorzeigestadtteil. Das zu DDR-Zeiten als modern geltende Plattenbaugebiet ist heute gezeichnet. Die Mitglieder im Ortsbeirat Mueßer Holz wissen das, sie wollen etwas verändern, ihr Stadtteil soll grüner und gepflegter werden. Die Stadtverwaltung will helfen: Viel Geld gibt es nicht, aber jede Menge Pläne.

Die Hamburger Allee

Die Verwaltung plant, die Hamburger Allee im Jahr 2014 zu erneuern. Ein Planungsauftrag ist vergeben. Der Nachteil: Einen grundhafte Sanierung kann sich die Stadt nicht leisten. Wenn die Fahrbahn nur eine neue Decke erhält, wird diese voraussichtlich 15 Jahre halten. Um die Kosten für Reparaturen und Säuberung zu reduzieren, werden die vier Spuren unter Umständen auf zwei reduziert. Aber das ist noch unklar.

Abriss

Fünf Wohnblöcke sollen in diesem Jahr abgerissen werden - drei sind im Besitz der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) und zwei bei der Wohnungsbaugenossenschaft (SWG). Betroffen sind Blöcke in der Knaudtstraße, der Hamburger Allee und der Hegelstraße. An ihrer Stelle sollen "bunte Wiesen" wachsen.

Mehr Grün

Das Mueßer Holz soll grüner werden. Vor allem für die großflächigen Stadtumlandbrachen, auf denen früher Plattenbauten standen, gibt es noch keine Lösung. Den Boden aufbereiten, mehrfach aussäen, wässern im Sommer, eventuell mähen - "Arbeit, die die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen (SDS) etwa zweimal im Jahr leisten können", heißt es seitens der Verwaltung. Für viele Ortsbeiratsmitglieder ganz klar: Da müssen die Einwohner mit ran. Auch der geplante Plattenpark darf die Stadt nichts kosten. Endgültige Lösungen sind noch nicht gefunden.

Strasse nach Consrade

Die von den Bewohnern des Mueßer Holzes lang geforderte Straße nach Consrade ist weiterhin nicht in Sicht. Das Bauministerium hat eine Förderung laut Stadtverwaltung abgelehnt, weil die Straße zu viel Lärm für die Anwohner mit sich bringen würde. "Wir könnten über die Straße Kaufkraft aus Plate und Banzkow heranholen. Wenn wir noch mehr Einwohner verlieren, dann befürchte ich, dass Kaufland geht und wir unsere einzige Einkaufsmöglichkeit verlieren", sagt Beiratsvorsitzender Georg-Christian Riedel (CDU). Die Straße könne auch eine "Hochzeitsgabe" sein, um Consrade langfristig zur Eingemeindung zu bewegen, meint Sabine Bank von den Unabhängigen Bürgern.

Baugebiet "Am Scharr"

Das seit Jahren brach liegende Land in der Marie-Curie-Straße soll in den kommenden Jahren als Baugebiet "Am Scharr" vorbereitet werden. Weil sich kein Investor findet, will die Stadt jetzt das gesamte Grundstück erwerben und die Erschließung vorantreiben.

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