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Motorisierte Vandalen wüteten auf Fußballgrün

vom

Richtig stolzen waren die Gemeinde und ihre Kicker auf den vor Gesundheit strotzenden Fußballrasen im Stadion "Eldeaue". Zumal die Kommune im letzten Jahr knapp 9000 Euro in das Fußballgrün investiert hatte. Doch nun haben offensichtlich Vandalen den 100 mal 100 Meter großen Platz in einer regelrechten Amok-Fahrt verwüstet. Gesamtschaden: mindestens 10 000 Euro.

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2008 | 07:49 Uhr

Heiddorf | "Sie müssen auf dem vom Schneeregen aufgeweichten Fußballrasen mit Autos herumgekurvt sein. Offensichtlich haben sich hier der oder die Täter so richtig ausgetobt. 90 Prozent des Fußballplatzes sind jedenfalls jetzt verwüstet", beklagt Bürgermeister Burkhard Thees fassungslos. Der 49-Jährige ist geschockt über diese Art des Vandalismus, der bereits zwei Wochen zuvor mit dem Kaputtschlagen von Fensterscheiben am Stadiongebäude seinen unrühmlichen Anfang genommen hatte. Wahrscheinlich mit angezogener Handbremse und Vollgas über das Fußballgrün geheizt, sind nun tiefe Reifenspuren in die Grasnarbe gerissen worden.

"Da hilft auch keine Walze mehr, um das wieder weg zu bekommen, sondern nur noch Spezialgerät", meint der Dorfobere, der seit 1999 das Amt ehrenamtlich inne hat. Den entstandenen Schaden beziffert Thees auf mindestens 10 000 Euro. "Wenn das mal reicht", sagt der Bürgermeister zerknirscht. Denn alle Punktspiele im Nachwuchs- und Männerbereich des SV Rotation Neu Kaliß finden eigentlich auf diesem Platz statt. "Im März 2009 sollen die neuen Spiele losgehen. Das steht jetzt wohl in den Sternen. Ich weiß auch gar nicht, wo die sieben Nachwuchsmannschaften der Bezirksklasse jetzt trainieren sollen", so Thees ratlos. Die Polizei ermittele derzeit zwar in alle Richtungen, doch von den Tätern fehle bislang jede Spur.

"Die Hinweise zu diesem Vandalismusfall sind bisher sehr spärlich und wir freuen uns deshalb auch über jeden möglichen Zeugen, der vielleicht etwas gesehen oder gehört haben sollte", erklärt Polizeioberrat Uwe Oertel, der die Bevölkerung bittet, ihn und seine Ludwigsluster Kollegen bei der Aufklärung zu unterstützen. "Die Polizei nimmt jederzeit Hinweise unter Telefon 03874-4110 entgegen", betont der amtierende PI-Chef weiter.

Auch die Gemeinde hat die Nase gestrichen voll von dieser Art der sinnlosen Zerstörung und deshalb eine "Kopfprämie" auf die Täter ausgesetzt. "Für Hinweise, die zur Überführung des oder der Täter(s) führen, haben wir 300 Euro ausgelobt. Auf Wunsch werden die Zeugenaussagen auch vertraulich behandelt", garantiert Burkhard Thees. Wer von dem Vorfall etwas beobachtet hat, kann sich auch beim Ordnungsamt in Dömitz unter der Rufnummer 038758-31634 melden.

"Mir als Bürgermeister, aber auch vielen Einwohnern der Gemeinde, das habe ich aus Gesprächen erfahren, ist es sehr wichtig, dass die unbekannten Täter zur Verantwortung gezogen werden. Denn es kann nicht sein, dass Übermut oder Zerstörungswille ungestraft bleiben. Meine Botschaft ist jedenfalls: Diesen Frevel lassen wir uns nicht gefallen."

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