Morgen heißt es "Wasser marsch"

Kennt Rostocks Brunnen genau: Werner Dittmer freut sich, dass der Brinckman-Brunnen bald fertig ist. Georg Scharnweber
Kennt Rostocks Brunnen genau: Werner Dittmer freut sich, dass der Brinckman-Brunnen bald fertig ist. Georg Scharnweber

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15. April 2010, 10:08 Uhr

Brinckmansdorf | Start in die Brunnensaison: Am Dienstag um 11 Uhr sprudelt der von Wolfram Vormelker restaurierte John-Brinckman-Brunnen am Weißen Kreuz wieder. Seine Einweihung ist öffentlich. Das 1914 von Paul Wallat geschaffene Kunstwerk ist in Rostock drei Mal an einem anderen Standort gewesen. Nicht nur die Mosaike mit Szenen aus den Brinckmanschen Werken sind wieder komplett. Auch das gestohlene Bronzerelief mit dem Porträt des Dichters ist erneuert.

Bevor der Brunnen angestellt wird, heißt es morgen an etlichen anderen Punkten in der Stadt "Wasser Marsch". Dazu zählen der "Brunnen der Lebensfreude", der "Möwenbrunnen", der in der Langen Straße, die im Rosengarten, die Wasserläufe in der Schnickmannstraße, "Die Trinkende" und der "Warneminner Ümgang".

"In diesem Jahr können wir von 29 Anlagen fünf Brunnen aus Geldgründen nicht anstellen", sagt Jan Eisenberg, Sachgebietsleiter im Grünamt. Dazu zählt der Wasserlauf in der Grubenstraße, dessen Unterhaltung jährlich 16 000 Euro kostet. "Da es sich um vier separate Anlagen handelt, wäre es möglich, den einen Teil bei dem Kunstwerk ,Raumklammer einzeln zu betreiben", sagt Werner Dittmer. Das wäre für ein Viertel der fehlenden Summe möglich. Dittmer ist in der Stadt seit 1999 für den Bereich Brunnen zuständig und ein echter Experte. Er kennt jede Anlage - ihre Probleme und Besonderheiten. Dittmer kann sich an ein Jahr in seiner Amtszeit erinnern, als in Rostock alle Brunnen trocken bleiben mussten. Grund war auch damals Geldmangel.

Für das Jahr 2010 hat die Hansestadt 150 000 Euro für die Wartung und Unterhaltung der Brunnen eingeplant. "Ohne Sponsoren würden wir schlechter dastehen", ergänzt Dittmer. Brunnenpatenschaften haben die Eurawasser, die Wiro, die War nowquerung, die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung sowie die Firma Wassertechnik und Bau GmbH abgeschlossen. "Weitere Interessenten sind willkommen", so Eisenberg.

Im Zusammenhang mit dem Anstellen der Brunnen weist Stadtsprecher Ulrich Kunze darauf hin, dass das Wasser weder zum Trinken noch zum Baden geeignet ist. Trotz regelmäßiger Kontrollen kann es zur Keimbelastung kommen.

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