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Mittelalterliches Getümmel an Neustadts Wahrzeichen

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erstellt am 13.Jun.2010 | 06:33 Uhr

neustadt-glewe | Tausende zog es am Wochenende wieder auf die Burg nach Neustadt-Glewe, wo das 18. Burgfest gefeiert wurde. Es wurde das gewohnt kurzweilige Mittelalter-Spektakel, das beim Publikum so beliebt ist und immer wieder zum Familienausflug in die Lewitzstadt lockt.

Dabei haben viele Attraktionen auf den oberflächlichen Blick einen blutrünstigen Anstrich, werden aber mit einem Augenzwinkern zelebriert. So zu erleben bei den Schlachten auf dem Turnierplatz, der zwar nach jedem Waffengang mit "gefallenen" Kämpfern übersät war, die aber jedes Mal wieder aufstanden, um sich erneut ins Schlachtgetümmel zu stürzen. Übrigens eine schweißtreibende Angelegenheit, denn die Wasserkrüge am Rande des Areals (manchmal war wohl auch Hochprozentigeres drin) fanden dankbare Abnehmer, die froh waren, nach der Schlacht ihre hochroten Gesichter von den Helmen befreien zu können.

Vor dem Schlachtgetümmel hatten sich bereits die Jüngsten in ihren teils fantasievollen Ritterverkleidungen und mit ihren kleinen Schwertern und Hellebarden aus Sperrholz als mittelalterliche Helden auf dem Turnierplatz spielerisch erprobt.

In Neustadt lässt sich in jedem Jahr vieles erleben, was zum Alltag längst vergangenen Zeiten gehört. Auf dem Burgvorplatz und den Eldewiesen lockte ein Wikinger- und Ritterlager mit Markttreiben. Nach Angaben der Organisatoren gestalteten Archäologen, Historiker und weitere Kenner der Materie das Dorflager und den Markt.

Am Sonnabend punkt 13 Uhr hatten der Burgadel und der Burgverein das Fest eröffnet. Von mittelalterlicher Musik begleitet und einem überdimensionalen Drachenreiter angeführt, betrat der Zug der Honoratioren das Terrain. Und die Eröffnungstexte waren gespickt mit Anspielungen auf die aktuellen Ärgernisse der Moderne. Man habe Neustadt kaum erreichen können wegen der vielen großen Fuhrwerke, die die Straßen verstopften, hieß es da in Anspielung auf die Lkw-Kolonnen, die die Autobahn-Maut in der Region umgehen und die Einwohner an Bundes- und Landesstraßen belästigen.

Musik wurde groß geschrieben an den drei Tagen. Da es weitgehend trocken blieb, ließen es sich die Besucher bei den kulinarischen Genüssen, die im Burginnenhof angeboten wurden, gut gehen und lauschten gleichzeitig der Musik, zu der die Mauern der altehrwürdigen Feste eine hervorragend passende Kulisse bildeten.

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