Mit Wellness im Winter punkten

Im 32 Grad warmen Wasser des Solebades  an der Banzkower Lewitzmühle lässt es sich bei Minusgraden im Freien bestens entspannen. werner Mett
Im 32 Grad warmen Wasser des Solebades an der Banzkower Lewitzmühle lässt es sich bei Minusgraden im Freien bestens entspannen. werner Mett

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10. Februar 2010, 10:16 Uhr

Banzkow | Mecklenburg-Vorpommern ist das Tourismusland Nummer 1 in Deutschland. Diesen Spitzenplatz in der Statistik eroberte MV vor allem dank der Ostseeurlauber, die im Sommer ans Meer strömen. Dass im Winter aber keineswegs Flaute herrschen muss, zeigt die Banzkower Lewitzmühle. "An den Wochenenden sind 90 unserer 100 Betten ausgebucht", freut sich Hoteldirektor Thomas Janke.

Jetzt in den Winterferien kommen auch verstärkt Kurzurlauber, um einige Tage zu entspannen. "Wir haben das Wellness-Angebot im Internet gefunden und sind mit den Kindern hier", erzählt Ulrike Bellack (25) aus Rostock. Ihr Sohn Louis ist sechs Monate alt, ihre Kusine Charlotte neun Jahre. Zur kleinen Reisegruppe gehören zudem Anna (vier Monate) und Paula (neun Jahre) sowie deren Mutter Jana Deter (30). "Von der Lewitz hatten wir zuvor noch nie gehört", erzählt die Rostockerin. "Aber wir haben Schlitten mitgebracht und werden die Natur erkunden." So wie die beiden Frauen suchen die meisten Wintergäste Wellness und Beauty in Banzkow. Gesichtspflege und Massagen sind die am meisten genutzten Angebote.

Die Lewitzmühle kann zudem mit ihrem Solebad punkten. 32 Grad warmes Wasser mit einem Salzgehalt von 2,5 Prozent lädt zum Entspannen ein. Das Bad steht nicht nur Hotelgästen offen. Morgens sind hier Seniorengruppen aus ganz Westmecklenburg zu Gast. Auch Einheimische kommen regelmäßig. "Wir haben es ja direkt vor der Haustür", freut sich Hans-Jörgen Lehmann (64). Brigitte Beckmann (64) hat in der Ferienzeit ihre Enkeltochter Janine (10) mitgebracht. "Die Wärme hier tut einfach gut", betont die Banzkowerin, die auch die Saunaan lage regelmäßig nutzt. Petra Karnatz (51) aus Plate ergänzt ihren Besuch im Solebad hingegen gern mit einer Massage.

Solche Voraussetzungen wie in der Lewitzmühle haben aber nicht viele Hotels und Pensionen rund um Schwerin. "Wir nutzen aber auch im Winter unsere Möglichkeiten", betont Siegfried Bondzio, Inhaber des gleichnamigen Landhauses in Langen Brütz. So sind Wanderungen auf dem archäologischen Lehrpfad in Kritzow, im Naturpark Sternberger Seenland und ein Besuch im Waldglasmuseum beliebt. Aber generell kommen im Winter deutlich weniger Gäste.

Das registriert auch Walter Hortig, Seniorchef im Crivitzer Haus Seeblick: "Die meisten unserer Gäste sind derzeit Dienstreisende, an Ferienreisenden fehlt es fast völlig." Aufgrund der niedrigen Besucherzahlen machte das "Alago Hotel am See" in Cambs sogar Winterpause. Das Haus öffnet jetzt wieder. "Im Januar zu öffnen, lohnt sich nicht", sagt Angela Schwark, die zusammen mit ihrem Mann das Hotel führt.

Hauptsaison für die Hoteliers rund um Schwerin bleibt der Sommer, so die übereinstimmende Einschätzung. Zudem hoffen alle auf Nachwirkungen der Schweriner Bundesgartenschau vom Vorjahr. "Da waren wir komplett ausgelastet. Die Leute haben sich Visitenkarten mitgenommen und wollen nochmal wiederkommen, sich alles in Ruhe nochmal ansehen", sagt Walter Hortig. Und Siegfried Bondzio ist sich sicher: "Schwerin und das Umland sind durch die Buga bekannter geworden."

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