zur Navigation springen

Eisenbahnfreunde Wismar : Mit Volldampf ins neue Vereinsjahr

vom

Der Aufbau eines Eisenbahnmuseums ist das große Ziel des „Eisenbahn Wismar e.V.“. Und diesem Ziel kommt der Verein immer näher. Doch es ist ein mühsamer Weg, den die Mitglieder seit dem Jahr 2000 beschreiten.

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2011 | 10:49 Uhr

Es ist ein mühsamer Weg, den die rund 20 Mitglieder des "Eisenbahn Wismar e.V." seit ihrer Vereinsgründung im Jahre 2000 beschreiten. Doch es gibt mehr und mehr deutlich sichtbare Erfolge in Sachen Traditionspflege, vor allem der hansestädtischen Eisenbahngeschichte. Ihr großes Ziel, der Aufbau eines Eisenbahnmuseums, hat inzwischen konkrete Formen angenommen.

So haben die Wismarer Eisenbahnfreunde in der Vergangenheit auf dem einstigen Gelände des Bahnbetriebswerkes mit viel Elan an der Rekonstruktion des unter Denkmalschutz stehenden Ringlokschuppens gearbeitet, der 1883 erbaut wurde. Diese "Schienengarage" bietet nun auf den ersten drei Gleisen des zwölfständigen Lokschuppens schützende Unterkunft für bereits vorhandene, aber noch aufzuarbeitende Eisenbahntechnik aus vergangenen Zeiten. "Das nun fast abgelaufene Jahr hat uns unserem Vorhaben, im ehemaligen Bahnbetriebswerk Wismar wieder Eisenbahnbetrieb stattfinden zu lassen, ein gutes Stück näher gebracht", heißt es in einer Grußbotschaft des Vereins. Dabei wird auch darauf hingewiesen, dass die noch Ende 2010 neu verlegten, drei Schuppengleise nach Erledigung einiger Restarbeiten mit "Segen der Landesbahnaufsicht" in Betrieb genommen werden konnten. "Bereits wenige Tage danach überführten wir zwei unserer Lokomotiven und einen Reisezugwagen, die nun endlich, nach Jahren unter freiem Himmel, geschützt unter Dach stehen, zum Lokschuppen", bilanziert Andreas Nielsen im Namen seiner Vereinsfreunde.

Weitere Gleise sollen im neuen Jahr folgen, und mit ihnen weitere Fahrzeuge. Der besondere Stolz gilt dabei zweier Reisezugwaggons, die einst von der Triebwagen- und Waggonfabrik Wismar gebaut wurden. In der stetig größer werdenden Sammlung gelten sie als besondere technische Zeitzeugen des einst bedeutenden Wismarer Industrieunternehmens. Aktuellste Errungenschaft ist übrigens ein so genannter Beiwagen, der 1939 die einstige Wismarer Waggonfabrik verließ. "Ausgeliefert wurde er damals an die Bleckeder Kleinbahn", erzählt der Vereinsvorsitzende weiter. Der Waggon war bis 1985 noch in Nordrhein-Westfalen in Betrieb und wurde 2011 vom Westfälischen Industriemuseum an die hansestädtischen Eisenbahnfreunde übergeben. Natürlich soll dieses seltene Exemplar Wismarer Eisenbahngeschichte ebenfalls irgendwann mit Fahrgästen über die Gleise rollen.

Wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit ist die Kontaktpflege mit Gleichgesinnten. Deshalb werden besonders gern Gäste begrüßt, die mit histo rischen Bahnen die Weltkulturerbe-Stadt besuchen. Als besonderer Höhepunkt galt daher im abgelaufenen Vereinsjahr der Besuch des berühmten "Rheingold-Express" in Wismar unter Regie des "Freundeskreis Eisenbahn Köln e. V."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen