Mit viel Glück noch ein Punkt - FC Hansa spielt 2:2 (1:1) bei Aufsteiger Rot-Weiss Ahlen

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19. September 2008, 08:27 Uhr

Rostock/Ahlen - Der Absteiger aus der 1. Bundesliga trat gegen den Aufsteiger aus der Regionalliga als Achter beim Dritten an – das hätte man sich aus Rostocker Sicht nach den ersten vier Spieltagen eher andersherum gewünscht

Nach dem schmeichelhaften 2:2 zuletzt gegen Mainz gab es eine Reihe Änderungen in der Start-Elf der Gäste. Alle drei „Neuen“ – Pearce, Yelen, Cetkovic – spielten erstmals in dieser Saison von Beginn an. Der „Ami“ verteidigte links für Rahn. Den Sturm bildete Cetkovic gemeinsam mit Bartels an Stelle von Dorn und Kern. Den frei gewordenen Posten im linken Mittelfeld übernahm Yelen.

Im Wersestadion versuchten die Hausherren, den FCH vom Anpfiff weg mit gesunder Aggressivität zu beeindrucken. Aber bis auf eine Situation – Bülow bereinigte nach einem Ahlener Freistoß per Kopf zur Ecke (3.) – hatte die Defensive die Lage vorerst unter Kontrolle. Die Offensivbemühungen der gestern in Blau-Gelb spielenden Mecklenburger blieben sämtlich in Ansätzen stecken.

Wieder profitiert Schindler von einem Torwartfehler Nach knapp einer Viertelstunde durchbrachen die Westfalen den „Fluch“ ihrer bis dahin recht häufigen Abseitsstellungen, Book tauchte völlig frei vor Hahnel auf, versuchte ihn per Lupfer zu überwinden, doch der Keeper roch den Braten (14.).

Im weiteren Verlauf demonstrierten die Ahlener, warum sie mit zuvor drei Siegen in vier Spielen so Aufsehen erregend in die neue Saison gestartet sind. Da behinderten sich Book und Großkreutz aus Nahdistanz gegenseitig (22.), rettete Lense im letzten Moment gegen Reus (24.). Das 1:0 lag in der Luft, Beleg dafür auch das Eckenverhältnis von 4:0 (am Ende 5:2).

Der FCH übte sich weiter in Bravheit. Es dauerte über 22 Minuten, bis Schindler den ersten Schuss aufs Tor abgab. Dieser war von ähnlicher „Güte“ wie bei seinem Anschlusstreffer gegen Mainz – und so ein harmloser Ball findet nun mal nur selten den Weg ins Netz Doch auch gestern profitierte Hansa von einem Torwart-Lapsus, und wieder war Schindler der Nutznießer: Mit dem Kopf vollstreckte er – den kleinen Tick schneller als Lenz – nach sehr schöner Eingabe von Retov zum 1:0 (36.).
Verdient kam Ahlen jedoch noch vor der Pause zum Ausgleich: Toborg profitierte von Lenses Stellungsfehler (44.).

Nach dem Wechsel schien es kurzzeitig, als wäre Besserung in Sicht bei den Mecklenburgern (47. Schindler auf Bartels, 50. geschickter Heber aus der Drehung von Cetkovic unter Bedrängnis), doch leider nahm mehr und mehr das Gegenteil Gestalt an. Noch vergab Thioune die Riesenchance (49.), doch nach gut einer Stunde war es soweit: Großkreutz spielt präzise in den Lauf von Toborg, der zieht an Hahnel vorbei und schiebt ein. Bülows Rettungsversuch schlägt fehl – 2:1 für die Münsterländer (61.)!

Ein Aufbegehren der Gäste war weitestgehend nicht erkennbar. Die verbleibende halbe Stunde verlief erschreckend. Rostock, weit entfernt vom Ausgleich, brachte ja nicht mal Zufallsprodukte zustande. Nicht einer der Hanseaten legte auch nur ansatzweise eine Präsenz und effektive Giftigkeit an den Tag wie etwa der Ahlener Großkreutz. Dazu eine Fülle von Fehlpässen, ungefährliche Standards

Bis zur 87. Minute. Da köpfte Lense nach Freistoß von Rathgeb zum 2:2-Endstand ein, wobei Lenz erneut nicht gut aussah. Ahlen war vorher dem 3:1 deutlich näher gewesen (85. Freistoß von Heithölter an die Latte), aber jetzt hätten die Gäste um ein Haar sogar noch gewonnen: Der eingewechselte Kern lief allein aufs Tor zu – Pfosten (90.)

Ahlen: Lenz – Busch (V), di Gregorio, Miletic (82. Döring), Maul – Thioune, Book (81. Bölstler), Heithölter (V) – Großkreutz, Reus – Toborg (76. Müller)

Rostock: Hahnel – Bülow (80. Langen), Lense, Gledson, Pearce – Rathgeb – Bartels (80. Menga), Yelen (V/64. Kern) – Retov (V) – Cetkovic, Schindler

Ebenfalls im Aufgebot standen: Kronholm – Diego, Lukimya, Oczipka
Aus dem Kader gestrichen (Hansa war mit 19 Spielern angereist) wurde der angeschlagene Regis Dorn.

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