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20. September 2017 | 21:59 Uhr

Mit Stutenparaden Gestüt feiern

vom

svz.de von
erstellt am 24.Jun.2010 | 08:52 Uhr

Ganschow | Es schwingt Stolz mit in den Worten von Friedhelm Mencke, als er das Programm der nunmehr 13. Stutenparade vorstellt. Am 1. Juli nämlich ist es 15 Jahre her, dass das Gestüt den Schritt in die Privatisierung wagte. Mencke als Geschäftsführer erinnert sich genau an die warnenden Worte der Beobachter. "Das geht niemals gut, haben sie gesagt" - und sich getäuscht. Es gäbe heute kein vergleichbares Gestüt ohne staatliche Hilfe, daran hätten auch die Ganschower Stutenparaden ihren Anteil. Denn das Motto des Unternehmens "Für jeden etwas" komme dabei voll zum Tragen.

Eher züchterische Schaubilder und sportliche Formationen wechseln einander ab. "Es entsteht richtige Wettkampfatmosphäre", verspricht Mencke auch für dieses Jahr an den beiden Sonntagen, 11. und 18. Juli und am Sonnabend, 24. Juli. Jeweils ab 9 Uhr sind Stallbesichtigungen möglich. 10.30 Uhr beginnen Verkaufsveranstaltungen und um 13 Uhr startet das eigentliche Programm. In diesem warten die Mitarbeiter und freiwilligen Helfer des Gestüts gleich noch mit einem zweiten Jubiläum auf: Die große Fahrquadrille, "das Schaubild mit dem meisten Trainingsaufwand", wird das zehnte Jahr infolge präsentiert. Dazu kommen Programmpunkte mit den Titeln "Römerwagen einmal anders", "Sensationeller Zweispännerkampf" oder "Die feurigsten Frauen Europas". Mencke macht keinen Hehl daraus: "Diese Stutenparaden sollen etwas Besonderes werden, noch einmal ein Zeichen setzen." Unter dem Programmpunkt "Grenzenloses Vertrauen" verberge sich gar ein Bild, "das es noch nie gab auf der Welt". Aber das solle eine Überraschung bleiben, so Mencke. Indes verrät der Geschäftsführer, dass in diesem Jahr eine Leinenübergabe stattfinden wird. 20 Jahre hat Lothar Schulz die Verantwortung für die Mehrspänner gehabt, jetzt tritt er aus Altersgründen ab und Manfred Ulrich an seine Stelle. Das soll spektakulär dargestellt werden. "Das Gespann muss für die Leinenübergabe zwischendrin still stehen, das ist eine große Herausforderung", so Mencke.

Einmal mehr sei das Programm der Stutenparaden so gestrickt, dass die Bilder zügig hintereinander kommen, und so für den Zuschauer keine unnötigen Pausen entstehen. Nicht nur für Züchter interessant sollten die Fohlen sein. Der gekörte Hengst "Donautraum" etwa schreitet mit seiner ganzen Familie über den Platz. Bereits neun Fohlen hat er gezeugt. Denn das wolle Mencke erwähnen: "Das Gestüt Ganschow hat die vergangenen Jahre nicht nur überlebt, sondern ist züchterisch auch vorangekommen." Die Linie des Unternehmens, ihr Mecklenburger Warmblut mit Trakehner zu veredeln sei aufgegangen. Die Wirtschaftskrise habe dennoch keinen Bogen um Ganschow gemacht. "Von einer Nacht auf die andere haben wir keine Pferde mehr nach Amerika verkaufen können", so Mencke, der den Markt nun wieder im Aufwind sieht. Als Höhepunkt der Paraden, zu denen 2009 knapp 10 000 Menschen kamen, betrachtet der Geschäftsführer im Übrigen jedes Jahr die Parade der freilaufenden Stuten. Mehr als einmal habe Mencke Tränen der Rührung in den Augen der Zuschauer gesehen und auch für dieses Jahr verspricht er: "Wir werden die Herzen der Menschen brechen."

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