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Mit Seilbahn über die Warnow gleiten

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erstellt am 31.Mai.2010 | 08:01 Uhr

Schmarl | Mit Highspeed über die Warnow: Befürworten der Ortsbeirat Schmarl und alle Fachämter den Bauantrag für die Wasserski-Seilbahn im IGA-Park, könnte diese Vision noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Die Mitglieder des ehrenamtlichen Bürgergremiums stimmen heute um 18.30 Uhr in der öffentlichen Sitzung im "Haus 12" über die konkretisierten Pläne für diese Anlage im IGA-Gelände ab. Sie soll nahe der Pier beim Traditionsschiff ihren Standort bekommen. Mehrere Ämter haben dem Vorhaben bereits zugestimmt.

Dazu gehörten die Genehmigungen des Grün- sowie des Tiefbau- und Hafenamtes, die bereits im vergangen Jahr bei der Vorstellung des Projektes im Juli bei der Sitzung im Ortsbeirat vorlagen. In dem Zusammenhang ist auch ein Lärmschutzgutachten erstellt worden, das der Anlage bescheinigt, sogar zehn Dezibel unter der zulässigen Grenze zu liegen. Abweichend gegenüber dem Vorjahresantrag ist die Anzahl der Stellflächen. "Da werden wir nachfragen, warum im vergangenen Jahr 45 und jetzt nur noch 34 Plätze im aktualisierten Antrag stehen", sagt Wolfgang Schmidt. Er ist der Vorsitzende des Bauausschusses im Beirat Schmarl und hat sich mit den Unterlagen im Vorfeld der Sitzung intensiv beschäftigt. 210 Meter lang und 90 Meter breit ist die Dimension dieser Anlage. Einige Hunderttausend Euro werden an dieser Stelle in das Vorhaben investiert. Betreiberin ist Britta Schipner.


Die ehemalige Leistungssportlerin führt bereits seit 2000 eine weitere Anlage in Neubrandenburg, wo auch Anfang Juli die Weltmeisterschaften "Wake Board Worlds 2010" ausgetragen werden. "Wenn alles zeitlich gut klappt und die Genehmigungen vorliegen, könnten die Wassersportler noch in diesem Jahr über die Warnow gleiten", sagt die Unternehmerin. Der Aufbau dieser Anlage dauert schätzungsweise sechs Wochen. Zu dieser Phase zählt auch, dass Pfähle in den Boden gerammt werden müssen, die die Dalmen für die Seile halten.

Zum Vorhaben gehört weiterhin die Errichtung eines Funktionsgebäudes, das behindertengerecht sein wird. Für diesen Punkt ist Rostocks Behindertenbeauftragte Petra Kröger gehört worden. In diesem Zweckgebäude in Leichtbauweise sind eine Dusche für Frauen und eine für Männer sowie Aufenthaltsräume für das Personal enthalten. Bisher sind drei Arbeitskräfte geplant, zwei Männer und eine Frau.

Die Sorge der Schmarler, dass die Figur des Meeresgottes Njord dem Vorhaben weichen muss, ist jetzt ebenfalls vom Tisch. "Erneute Prüfungen haben ergeben, dass sie jetzt stehen bleiben kann, weil der Abstand zur Anlage doch ausreichend ist", sagt Jörg Vogt, Geschäftsführer des IGA-Parkes. Diese Tatsache wird sicher viele erleichtern, seit der IGA vom 25. April bis 12. Oktober 2003 zählt sie zu den Wahrzeichen des Parkes an der Warnow. Der Ortsbeirat hatte die Anlage auch im vergangenen Jahr befürwortet. Von den Plänen zum Versetzen sei damals nicht die Rede gewesen, hieß es im Bürgergremium. So gesehen ist dieses froh, dass Njord an seinem Platz bleiben kann. "Wenn alle Fragen geklärt sind, gehe ich davon aus, dass der Beirat heute dem Vorhaben mehrheitlich zustimmen wird", sagt Wolfgang Schmidt.

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