Mit ausgeliehener Badehose vom Fünfer

Herma Kracht (67, l.) ist am NNN-Stand im Gespräch mit Pauline Woik (20) und Felix Manischewski (20). Foto: Georg Scharnweber
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Herma Kracht (67, l.) ist am NNN-Stand im Gespräch mit Pauline Woik (20) und Felix Manischewski (20). Foto: Georg Scharnweber

Zu Hunderten waren sie am Sonnabend in die Neptunschwimmhalle gekommen - Eltern, Großeltern, Geschwister, Freunde und Liebhaber des Wasserspringens. Die 12. Springershow des WSC Rostock bot dort Schrauben und Salti vom Feinsten und jede Menge für die Lachmuskeln.

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16. November 2008, 06:59 Uhr

Rostock | Angeführt von den Rostocker Wasserspringern Christian Löffler und Frank Sander, die ihre internationale Karriere beendeten, ist das Männerwasserballett sowie die Show der Lustigen Springer zweifelsohne der Höhepunkt der Veranstaltung gewesen.

Verkleidet als Clowns, Putzfrauen und mehr rutschten die beiden und andere eine nasse Turnmatte in 7,50 Metern Höhe entlang, um schließlich in die Tiefe zu stürzen oder hängten sich kopfüber mit Besen bewaffnet an den Zehner, um diesen von unten zu putzen und dann wie eine Hexe ins Wasser zu fliegen.

1000 Zuschauer am Beckenrand
Genauso viel Beifall ernteten die Springer der deutschen Nationalmannschaft, die ihr Können zusammen mit den Nachwuchsspringern des Wasserspringerclubs Rostock (WSC) vor den etwa 1000 Gästen präsentierten. Unter ihnen war auch Olympia-Silbermedaillengewinner Patrick Hausding.

Prominenz ganz anderer Art wagte sich mit Alexander Czerwinski auf den Fünfer. "Ich habe zweimal geübt und mache hier gerne mit, weil das eine coole Nummer ist", sagte der Rostocker Sumo-Ringer. Im Synchronflug mit seiner Nichte und im Dress eines Sumo-Kämpfers traute er sich immerhin eine Kerze.

Am Ende dürfen endlich alle baden
Auch die Olympia-Ruderer Tom Lehmann und Stephan Krüger waren mutig. "Wir hatten keine Badehose dabei, weil wir nicht wussten, dass wir springen sollen. Der Vereinschef Andreas Kriehn hat uns dann seine geliehen", so der 20-Jährige. Gesprungen sind auch Nachwuchs-Schwimmerin Antje Mahn, sowie die HC Empor-Handballer Steffen Strube und Tom Riedel.

Aber auch die Kleinen des WSC durften zeigen, was sie gelernt haben. Einer nach dem anderen - rund um das Becken aufgestellt - sprang Kerze oder Rolle ins Wasser, während die stolzen Elternherzen höher schlugen. Am Ende der Veranstaltung durften dann endlich alle baden gehen.

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