Mit 31 HIV-Diagnosen in MV deutlicher Anstieg

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03. März 2008, 06:49 Uhr

Rostock - Im vergangenen Jahr sind in Mecklenburg- Vorpommern 31 Menschen positiv auf das Immunschwäche-Virus HIV diagnostiziert worden. Noch nie sei innerhalb eines Jahres bei so vielen Menschen im Land der Aids-Erreger festgestellt worden, sagte gestern Tom Scheel vom Aids Centrum Rostock. Bundesweit waren es laut Robert-Koch-Institut 2752 HIV-Erstdiagnosen.

Die Zahlen könnten noch weiter steigen, da es immer noch Nachmeldungen gebe. Im Nordosten lebten Ende 2007 damit etwa 290 Menschen, die entweder HIV-positiv oder bereits an Aids erkrankt sind. Die Dunkelziffer dürfte allerdings noch um bis zu 30 Prozent höher liegen. Während in den Vorjahren der Großteil der neudiagnostizierten Männer im Alter zwischen 25 und 49 Jahren war, seien nun die 40- bis 59-Jährigen die größte Gruppe.

In diesem Jahr starte eine deutschlandweite Aids- Präventionskampagne, die sich vor allem an diese Gruppe wendet. Deutschlandweit sind laut Robert-Koch-Institut bislang 25000 Aids- Kranke registriert worden, 13 517 seien bislang daran gestorben. In MV sind 24 von bislang 73 Aids-Kranken tot.

Die Ursachen für den Anstieg der positiven Erstdiagnosen lägen nicht nur im riskanteren Sexualverhalten, sondern auch in der höheren Testbereitschaft. Die Erfahrungen im Aids Centrum zeigen, dass sich viele Ältere derzeit testen lassen. Da das Virus sich sehr lange im Körper verbergen könne ohne Aids auszulösen, könne die Infektion lange vor der Diagnose liegen. www.aids-centrum.de

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