Für den Schweriner SC zählt nur der Einzug ins Finale : Mission Titelverteidigung startet

Der deutsche Meister Schweriner SC ist bestens für die neue Saison aufgestellt, hinten  v. l.: Geschäftsstellenmitarbeiter Marten Banczyk, Trainer Teun Buijs, Patricia Thormann, Berit Kauffeldt, Hanne Haugen Aas, Anja Brandt, Anne Buijs, Krystle Esdelle, Mira Topic, Wiebke Offer, Co-Trainer Andreas Renneberg, Athletiktrainer Michael Döring, Geschäftsstellenmitarbeiterin Ellen Peters, vorn, v. l.: Physiotherapeut Jens Ziegler, Hiroko Hakuta, Julia Retzlaff, Denise Hanke, Lisa Thomsen, Joana Gallas und Tanja Joachim.  Anett Kühl
Der deutsche Meister Schweriner SC ist bestens für die neue Saison aufgestellt, hinten v. l.: Geschäftsstellenmitarbeiter Marten Banczyk, Trainer Teun Buijs, Patricia Thormann, Berit Kauffeldt, Hanne Haugen Aas, Anja Brandt, Anne Buijs, Krystle Esdelle, Mira Topic, Wiebke Offer, Co-Trainer Andreas Renneberg, Athletiktrainer Michael Döring, Geschäftsstellenmitarbeiterin Ellen Peters, vorn, v. l.: Physiotherapeut Jens Ziegler, Hiroko Hakuta, Julia Retzlaff, Denise Hanke, Lisa Thomsen, Joana Gallas und Tanja Joachim. Anett Kühl

"Heftig", "hammerhart", "noch einen Zacken schärfer", so beschreiben die Spielerinnen des deutschen Meisters Schweriner SC die am Sonnabend für sie beim VCO Berlin beginnende neue Bundesliga-Saison.

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13. Oktober 2011, 10:40 Uhr

"Heftig", "hammerhart", "noch einen Zacken schärfer", so beschreiben die Spielerinnen des deutschen Meisters Schweriner SC die am Sonnabend für sie beim VCO Berlin beginnende neue Bundesliga-Saison. Englische Wochen mit Liga, DVV-Pokal und Champions League gehören zum Normalprogramm. Allein schon zum Auftakt vom 15. bis 29. Oktober muss die Mannschaft um SSC-Kapitän Julia Retzlaff fünf Spiele bestreiten. Kaum hat die Bundesliga losgelegt, steht schon wieder aufgrund der Teilnahme der deutschen Damen am World Cup in Japan (4. bis 18. November) eine dreiwöchige Pause ein. Danach geht es Schlag auf Schlag weiter. Zudem hört die Bundesliga bereits am 15. April auf - da im Mai zwei weitere Olympia-Qualifikationsturniere ausgetragen werden.

Aber das Team nimmt es gelassen. "Wir wollen immer an den Erfolg anknüpfen. Es ist zwar ein bisschen schwierig mit der neuen Mannschaft. Wir sind noch nicht alle lange zusammen. Aber ich denke, wir haben viele Leute mit einer hohen individuellen Klasse. Wenn alle fit sind, sind wir ein starkes Team. Es braucht sich keiner Sorgen um uns zu machen", weiß SSC-Zuspielerin Denise Hanke, die ihren Fingerbruch auskuriert hat. "Wir wollen ins Finale um die deutsche Meisterschaft. Etwas anderes würde man uns ja auch nicht abnehmen. Dann wollen wir endlich wieder ins DVV-Pokalfinale und in der Champions League so weit wie möglich kommen", steckte SSC-Teamleitungsmitglied Michael Evers die Saisonziele ab.

Trainer Teun Buijs und sieben Spielerinnen neu im Kader

Um diese hammerharte Saison zu meistern, gehören 14 Spielerinnen zum SSC-Kader, wobei gleich sieben Neue auflaufen: Anne Buijs (Niederlande), Hanne Haugen Aas (Norwegen), Krystle Esdelle, sie ist die erste Spielerin aus Trinidad und Tobago in der Bundesliga, und Hiroko Hakuta (Japan) sowie die drei Talente Joana Gallas, Tanja Joachim und Wiebke Offer (alle vom 1. VC Parchim).

Und auch auf der Trainerbank nahm ein Neuer Platz. Der 51-jährige Teun Buijs aus den Niederlanden lenkt die sportlichen Geschicke. "Für Schwerin geht es immer um die Preise (Titel - d. A.)", weiß der neue Coach. Und der vom Männer-Erstligisten RWE Volleys Bottrop in die MV-Landeshauptstadt Gewechselte hatte alles andere als eine optimale Vorbereitung auf die neue Saison. Große Verletzungssorgen (Patricia Thormann, Denise Hanke, Anja Brandt, Anne Buijs) und Abstellungen zu den Nationalmannschaften (Mira Topic - Kroatien, Lisa Thomsen, Berit Kauffeldt - Deutschland, Anne Buijs bis zu ihrer Verletzung - Niederlande und Esdelle) machten es für den 321fachen niederländischen Nationalspieler nicht einfach. "Aber so langsam sind alle wieder dabei. Paty und Anne trainieren schon. Anja beginnt auch in dieser Woche. Wir sind auf einem guten Weg. Und wenn alle fit sind, haben wir enorm viele Varianten, sodass der Gegner uns nicht ausrechnen kann", zeigt sich Teun Buijs optimistisch. Er musste in der Vorbereitung viele Testspiele absagen, erst vergangene Woche mit der Partie in Hamburg und am Wochenende mit den drei Begegnungen in Münster nahm sein Team Fahrt auf. "Wir müssen jetzt in der Bundesliga schnell das Wettkampffeeling bekommen und unseren Rhythmus finden", sagt Denise Hanke. Da kommt der Auftakt mit den Partien beim VCO, Köpenicker SC und gegen Potsdam den Schwerinerinnen sicher entgegen.

Neun Teams streiten sich um acht Play-off-Plätze

Genauso wie der Modus. In dieser Saison stehen nach der Hin- und Rückrunde wieder Play-offs an, die mit dem Viertelfinale beginnen. Also reicht in der 14er-Staffel ein Platz unter den ersten Acht. Dass der Platz an der Sonne nach der Normalrunde nicht unbedingt Gold wert ist, zeigte der SSC vergangene Saison. Als Dritter marschierte er im Halbfinale gegen den Zweiten Vilsbiburg ins Finale, dort ließen sie dem Ersten Dresdner SC keine Chance. In den Play-offs wird man sicher die üblichen Verdächtigen wie Schwerin, Dresden, Vilsbiburg, Stuttgart, Wiesbaden und Suhl wiedersehen. Auch der USC Münster greift nach einer Durststrecke wieder an. Aachen rüstete mit Neuzugang Angelina Grün (281fache Nationalspielerin) und Anke Borowikow (Wiesbaden) mächtig auf. Und Hamburg ist erneut eine große Unbekannte. Der Kampf um die ersten acht Plätze verspricht Spannung.

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