Rastower Hausmeister bricht sein Schweigen : Missbrauch eines 13-Jährigen gestanden

Trügerische Ruhe: Die Vorwürfe gegen den Hausmeister haben Schüler wie Lehrer der Rastower Schule geschockt. Jetzt bricht er sein Schweigen. svz
Trügerische Ruhe: Die Vorwürfe gegen den Hausmeister haben Schüler wie Lehrer der Rastower Schule geschockt. Jetzt bricht er sein Schweigen. svz

Was viele Rastower immer noch nicht fassen und glauben können, erweist sich langsam als Realität: Der Rastower Hausmeister bricht sein Schweigen und gesteht den sexuellen Missbrauch eines 13-jährigen Jungen.

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09. November 2012, 05:49 Uhr

Rastow | Was viele Rastower immer noch nicht fassen und glauben können, erweist sich langsam als Realität: Ein

47-jähriger Familienvater, der als Hausmeister der Schule und Jugendwart in der Feuerwehr allen im Dorf bestens bekannt ist, hat den sexuellen Missbrauch eines Minderjährigen gestanden. Nach anfänglichem Schweigen in der Untersuchungshaft habe der Beschuldigte den Hauptvorwurf nun eingeräumt, sagt Oberstaatsanwalt Stephan Hagemann auf Nachfrage unserer Redaktion. Dabei gehe es um sexuelle Kontakte des 47-Jährigen zu einem 13-jährigen Jungen.

Genau dieser Fall brachte die Vorfälle ans Tageslicht. Die Mutter des 13-Jährigen hatte sich Ende September an die Polizei gewandt und die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft in Gang gesetzt (SVZ berichtete). Dazu gehörte auch eine Hausdurchsuchung, bei der die Polizei Beweismaterial sicherstellte. Den Tatverdächtigen nahmen die Polizeibeamten sofort in Gewahrsam. Fünf Einzelfälle sexuellen Missbrauchs mit diesem Minderjährigen werden dem 47-Jährige n zur Last gelegt. Die Taten sind die Grundlage für den Haftbefehl vom Schweriner Amtsgericht gegen den Ras tower. Der Mann befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

Und nicht nur der Beschuldigte wird zu den Geschehnissen befragt. Oberstaatsanwalt Stephan Hagemann spricht von umfangreichen Ermittlungen und Befragungen von vielen Zeugen. "Weitere Taten bestreitet der Beschuldigte aber", betont Hagemann. Die Staatsanwaltschaft gehe jedoch von noch mehr Übergriffen auf Kinder aus.

Nach dem Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe ging eine Schockwelle durch Rastow. Entsetzen und Fassungslosigkeit machten sich breit. Viele Ras tower hofften lange, das sich die Vorwürfe gegen den 47-Jährigen als haltlos herausstellen. Polizei und Staatsanwaltschaft sprachen aber bereits von Anfang an von einem dringenden Tatverdacht, der sich nach den ersten Ermittlungen erhärtet hatte.

Zeitgleich dazu begann an der Ras tower Schule die schwierige Aufarbeitung des Themas sexueller Missbrauch. Denn die Schüler von der ersten bis zur zehnten Klasse und auch die Eltern in der gesamten Region sollten mit diesem Thema nicht allein gelassen werden. Lehrer, Psychologen und Präventions beamte des Polizei standen in großen Gesprächsrunden und für individuelle Konfliktberatung zur Verfügung.

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