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Hansa Rostock : Mintál: "Wir bekommen keine zweite Chance"

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Marek Mintál wurde mit dem MŠK Žilina slowakischer Meister und holte mit dem 1. FC Nürnberg den DFB-Pokal. Er gewann zudem zweimal die Torjägerkanone und lief in 45 Länderspielen für sein Heimatland auf.

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erstellt am 26.Jan.2012 | 10:15 Uhr

Ros-tock | Marek Mintál wurde mit dem MŠK Žilina slowakischer Meister, holte mit dem 1. FC Nürnberg den DFB-Pokal. Zudem gewann er sowohl in der Slowakei als auch in Deutschland die Torjägerkanone und lief von 2002 bis 2009 in insgesamt 45 Länderspielen für sein Heimatland auf. Seit vergangenem Sommer kickt der 34-Jährige für den Fußball-Zweitligisten FC Hansa und kämpft mit den Rostockern um den Klassenerhalt. Eine neue Erfahrung für den Angreifer.

Dennoch hat Mintál seinen Wechsel an die Küste nicht bereut. "Bis zum heutigen Tag habe ich kein einziges Mal überlegt, ob es ein Fehler war, zu Hansa zu kommen. Der Verein hat mir die Chance gegeben, wieder Fußball zu spielen. Ich werde alles für Rostock geben, damit wir die 2. Liga halten. Das ist das Wichtigste für uns alle. Und ich glaube, dass wir es schaffen", sagt Marek.

Woher nimmt er seinen Optimismus? Immerhin holte der FCH nur zwölf Punkte aus 19 Duellen und rangiert zur Winterpause auf dem direkten Abstiegsrang 17. "Wir wissen, dass es so, wie die Hinrunde gelaufen ist, keine ganze Saison sein kann. Irgendwann kommen wir in die Lage, dass wir Partien drehen und Punkte holen, auch gegen starke Gegner gewinnen. Vielleicht haken uns die Leute auch ab, aber wir werden weitermachen und glauben an uns. Wichtig ist, dass wir konzentriert von Spiel zu Spiel arbeiten", so der 121-fache Bundesliga-Kicker (alle Einsätze für den 1. FC Nürnberg).

Und noch etwas stimmt ihn positiv: "Es gibt einen großen Unterschied zum Sommer. Viele von uns wussten gar nicht, wie es in der 2. Liga funktioniert, hatten nur Erfahrung in der 3. oder 4. Liga. Für die halbe Mannschaft war es eine neue Situation. Doch ich denke, sie haben im ersten halben Jahr gecheckt, dass es nicht so einfach ist."Auch Mintál will sich steigern. "Nach neun Begegnungen habe ich zwei Tore. Das ist eventuell zu wenig. Die Erwartungen waren hoch, als ich kam. Ist doch logisch, bei meiner Erfahrung mit 33 Jahren. Aber so ist das manchmal im Fußball, es stellt sich eine Verletzung ein, und ich war fast vier Monate raus. Ich selbst hatte auch mehr erwartet. Doch in unserer Lage ist es egal, wer trifft. Wenn ich das sein kann, mache ich das gerne. Aber wenn jemand mehr Tore macht oder wichtigere, dann ist das auch okay. Wir müssen nur einfach öfter den Ball reinmachen. Denn es war, ist und wird auch immer so bleiben, dass man mehr Tore schießen muss als man kassiert, um zu gewinnen", so der Offensivmann.

Das Team sieht der Routinier auf die anstehenden Aufgaben vorbereitet. "Wir sind in der heißen Phase. Es läuft gut. Am Wochenende erwartet uns die Generalprobe. Fast alle sind gesund. Das ist das Wichtigste."

Marek Mintál weiß jedoch, dass es ein hartes Stück Arbeit wird, den Klassenerhalt zu realisieren. "Wir starten vom vorletzten Platz, und die 15 Spiele sind schnell vorbei. Wir haben uns selbst in diese Situation gebracht und müssen uns dort nun selbst wieder herausholen. Die Tabelle ist, wie sie ist. Unten gibt es noch keine Riesenabstände. Mit zwei positiven Ergebnissen kann man schnell in die Mitte rutschten. Aber wir bekommen keine zweite Chance, sondern haben nur diese 15 Partien."

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