Ministerpräsident Beckstein tritt zurück

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01. Oktober 2008, 12:08 Uhr

Nach CSU-Chef Erwin Huber tritt auch der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) zurück. Diesen Schritt gab Beckstein am Mittwoch in München bei einer Sitzung der CSU-Landtagsfraktion bekannt, wie aus Fraktionskreisen verlautete. Er zieht damit die Konsequenzen aus dem Debakel der CSU bei der Landtagswahl vom vergangenen Sonntag.

Am Vormittag hatte Beckstein zunächst mit dem scheidenden CSU-Chef Huber und dessen designiertem Nachfolger Horst Seehofer sowie mit dem Fraktionsvorsitzenden Georg Schmid in einem Vierergespräch über das weitere Vorgehen beraten. Grund waren zahlreiche Rücktrittsforderungen an die Adresse von Beckstein.

Die engere CSU-Führung hatte sich am Montagabend eigentlich darauf verständigt, dass Seehofer für die Nachfolge von Huber kandidieren und Beckstein trotz des Debakels bei der Landtagswahl im Amt bleiben soll. Vor allem im CSU-Bezirksverband Oberbayern und der Berliner CSU-Landesgruppe gab es aber Widerstand gegen diese Regelung. Offen blieb zunächst, ob Seehofer nun auch das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen soll.

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