Minister Backhaus dreht Zukunftspark Nieklitz den Hahn ab - Gutachter entscheiden über Zukunft

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15. April 2008, 05:05 Uhr

Schwerin - Mecklenburg-Vorpommern dreht dem Zukunftspark Nieklitz nun doch den Geldhahn zu: Das Landeskabinett beschloss gestern einstimmig, nicht für die 2007 nach Angaben von Zentrumschef Prof. Berndt Heydemann entstandene Finanzlücke von 200 000 Euro aufzukommen. Heydemann habe den Fehlbedarf nicht plausibel nachweisen können.

Mit der Entscheidung hat sich Backhaus gegen Finanzministerin Sigrid Keler (SPD) durchsetzen können. Entgegen bisherigen Plänen wollte die Finanzchefin dem Zukunftszentrum überraschend doch noch „die grundsätzliche haushaltsrechtliche Möglichkeit einer nachträglichen Fehlbedarfsförderung“ einräumen. Daraus wird nichts.

Heydemann muss nun selbst neue Finanzquellen anzapfen, um die Verluste decken zu können. Der anerkannte Wissenschaftler und Ex-Umweltminister Schleswig-Holsteins, der wegen seiner Haushaltsführung seit langem in der Kritik steht, hatte zuvor für den Fall, dass das Land kein frisches Geld zur Verfügung stellt, mit der Insolvenz des Parkes gedroht. Land und Bundesstiftung Umwelt hatten das Zentrum in den vergangenen Jahren mit knapp sieben Millionen Euro gefördert. Die erhofften Effekte blieben allerdings aus: Im Durchschnitt kamen nach eigenen Angaben in Jahresabschlussberichten nur zwischen 12 000 und 15 000 Besucher.

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