Warin: Platzprobleme beseitigt

: Millioneninvestition in Wariner Werk

Ein neues Fließband wurde montiert, um die Matratzen bis ins neue Fertigwarenlager zu transportieren. Die Wände mit der Malie-Werbung lagen vor dem Anbau außen.
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Ein neues Fließband wurde montiert, um die Matratzen bis ins neue Fertigwarenlager zu transportieren. Die Wände mit der Malie-Werbung lagen vor dem Anbau außen.

Das Mecklenburgische Matratzenwerk Malie expandiert. 10 000 Quadratmeter nahmen bisher die Produktions- und Lagerflächen im Wariner Gewerbegebiet ein. Jetzt sind es ein Drittel mehr.

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08. Februar 2011, 10:56 Uhr

Das Mecklenburgische Matratzenwerk Malie expandiert. 10 000 Quadratmeter nahmen bisher die Produktions- und Lagerflächen im Wariner Gewerbegebiet ein. Jetzt sind es ein Drittel mehr durch ein neues Fertigwarenlager mit 2400 Quadratmeter und ein Rohwarenlager mit 1000 Quadratmeter. Zwischen zwei und drei Millionen Euro hat Malie investiert, sagt Geschäftsleiterin Grit Rohs.

Die Erweiterung war nötig durch die positive Entwicklung der vergangenen Jahre. "Wurden anfangs 300 Matratzen am Tag produziert, sind es jetzt 800 bis 1000 Stück", so Rohs. Es gab dadurch mittlerweile arge Platzprobleme.

Im Fertigwarenlager, in dem auch Lattenroste für die Matratzen zu finden sind, können größere Vorräte für Kunden angelegt werden. Im Rohwarenlager ist ein dreistöckiges Regalsystem installiert, bestückt mit allem, was für die Matratzenfertigung nötig ist.

Während die Lagerhallen fertig gestellt sind, ist Mali derzeit noch dabei, in seinem Betrieb an der Straße nach Labenz eine rund 400 Quadratmeter große Fläche für den Firmenwerksverkauf herzurichten. Bisher lief der quasi nebenbei aus dem Fertigwarenlager. Doch die Interessenten nehmen zu. Zunächst hatte Mali nur einen Sonnabend im Monat direkt im Werk verkauft, mittlerweile gibt es tägliche Öffnungszeiten. Die Kundschaft kommt vor allem aus der Region - dem Raum Wismar, Schwerin, Bad Doberan - zum Matratzenkauf ins Werk. Aber auch Urlauber sind immer wieder dabei.

Das Matratzenwerk, das seit den 1930er-Jahren ununterbrochen auf dem Markt ist und nach der Wende privatisiert wurde, setzt kontinuierlich auf die Marke Malie. Der Name prangt auf der Fahrzeugflotte der Firma. Gleich daneben die Gütesiegel der Verbraucherschützer von Stiftung Warentest. Mali-Produkte wurden mehrfach als Testsieger eingestuft. Diese guten Bewertungen der unabhängigen Warenprüfer sorgten für steigende Nachfrage.

"Wir sind ein Produzent aus Mecklenburg, das wollen wir in die Welt bringen", sagt Grit Rohs. Die Wariner liefern nicht nur nach ganz Deutschland , sondern u. a. nach China, Russland, Australien, Dänemark, Bulgarien, Taiwan.

Auf der internationalen Möbelmesse in Köln stellte das Unternehmen seine neu entwickelte Serie für den Fachhandel vor: "Mali Prodormo". Zum Einsatz kommen dabei sehr hochwertige emissionsarme Schäume, erklärt Malie-Geschäftsführer Bernd Kessler. Und Bambus als nachwachsender Rohstoff. Zum einen sind Bambusgarne in den Bezügen verwebt. Das macht sie besonders strapazierfähig. Zum anderen sind die Lattenroste aus Bambus.

Zwischen 100 bis 110 Mitarbeiter sind derzeit - je nach Auftragslage - bei Malie in Warin beschäftigt. Es könnten mehr werden. Die Näherei soll ausgebaut werden, erklärt Bernd Kessler. Durch die Erweiterung der Lager ist die Grundlage geschaffen, dass das Werk weiter expandieren kann.

Bei Großaufträgen könne man sich auf Zulieferer stützen, so Kessler. Genereller Kurs der Wariner sei aber: Man will keine Produktion auslagern. Die Herstellung im eigenen Haus sichert Flexibilität. Was die Kunden bestellen, müsse in zehn bis 15 Tagen fertig sein, so die Geschäftsleitung. Die Kollektion sei sehr umfangreich. Die Wariner bieten ihren Kunden zwischen 600 und 700 Modellvarianten.

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