Gesellschaft für Geschiebekunde wählte Funde des Jahres : Millionen Jahre alte Schnecke gefunden

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Der schönste Fund des Jahres ist etwa 60 Millionen Jahre alt: Bernd Haase entdeckte in Dänemark einen Kalkstein mit dem Überrest einer außergewöhnlich großen Schnecke der Art Scaphella faxensis.

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20. Dezember 2010, 08:23 Uhr

Mit dem Überrest der außergewöhnlich großen Schnecke überzeugte er die Mitglieder der Sektion Westmecklenburg der Gesellschaft für Geschiebekunde. Die Guppe unter Leitung von Dr. Wolfgang Zessin, wählte Haases Stück auf den ersten Platz.

Etwa 15 herausragende geologische Funde aus allen Erdzeitaltern wurden zum Jahresausklang in Schwerin vorgestellt. Aus diesen Exponaten wurde der schönste Fund das Jahres 2010 durch geheime Wahl gekürt. Dabei konnten die Mitglieder maximal drei ihrer besten Funde, Fossilien, Mineralien oder Gesteine, vorlegen.

Den zweiten Preis erhielt ein Stück aus dem Pliozän von Ägypten mit einer außergewöhnlich gut erhaltenen Schnecke der Gattung Murex, das von Hedda Schwandt aus Oststeinbek gefunden wurde. Zum drittschönsten Fund des Jahres wurde eine Feuersteinbrekzie aus der Kiesgrube Basedow gekürt, die Dr. Wolfgang Zessin fand. Traditionsgemäß gab es dafür Buchpreise.

Es gab aber noch andere bemerkenswerte und wissenschaftlich wertvolle Funde im vergangenen Jahr, die es nicht in die Platzierungen schafften. Unter ihnen zum Beispiel ein besonders schönes Exemplar mit Krabbe des erst kürzlich neu beschriebenen Lokalgeschiebes "Cons rader Gestein", gefunden von der Parchimer Geologin Karina Thiede in Kobrow.

Die Stücke werden bald auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: Von Januar an sind sie im Geologischen Museum von Reinhard Braasch in Raben Steinfeld zu sehen.

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