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Gesetz zur Integration von Förderschülern wirft Fragen auf : Millionen für Förderschule, aber ohne Schüler?

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Eine bedrückte Stimmung gibt es in Teterow an Förder-, Grund- und Regionalschule. Hintergrund: Die Integration von Förderschülern an "normalen" Schulen bereitet Sorgen.

svz.de von
erstellt am 25.Mär.2011 | 08:19 Uhr

Güstrow | Eine bedrückte Stimmung gibt es in Teterow an Förder-, Grund- und Regionalschule. So schilderte es Bürgermeister Reinhard Dettmann auf dem Kreistag. Hintergrund: Die "Inklusion" (Einschließung, Einschluss) bzw. Integration von Förderschülern an "normalen" Schulen bereitet Sorgen. Lehrer würden die Umsetzung in Frage stellen, wenn nicht die entsprechenden Voraussetungen dafür geschaffen würden. Die Schulen, so Dettmann, hätten sich deshalb an den Petitionsausschuss des Landtages gewandt.

In dem Zusammenhang wollte er wissen, wie bei dieser Gesetzeslage vom Landkreis die Sanierung des Ex-Barlachgymnasiums zur Förderschule zu vertreten sei. Dettmann reagierte auf den Bericht des Landrates, in dem Lutz da Cunha die Sanierung in Höhe von zwei Millionen Euro als Erfolg des Konjunkturprogramms (1,7 Millionen Bund/Land) und als "Beleg für den Stellenwert von Bildung" durch den Landkreis (300 000 Euro Eigenmittel) gelobt hatte.

Da Cunha erklärte, dass sich beide Entscheidungen zeitlich fast gedeckt hätten, die für die Sanierung der Förderschule aber sogar etwas davor gelegen habe. Vize-Landrat Rainer Boldt antwortete, das sich der Landkreis sofort mit dem Ministerium in Verbindung gesetzt habe. Das habe die Konjunkturmittel bestätigt. Boldt verwies weiter auf die Schulentwicklungsplanung, in der die Förderschule enthalten ist. Boldt: "Ich sehe Bedarfs- und Bestandssicherheit." Er erklärte weiter, dass der Landkreis trotz Inklusion einen sonderpädagogischen Bedarf werde vorhalten müssen. Boldt: "Wie sich das darstellen wird, wird der neue Kreistag in der Schulentwicklungsplanung fortschreiben."

Boldt verwies noch auf einen weiteren Entwicklungsaspekt. Die Inklusion sei in der UN-Behindertenrechtskonvention enthalten. Die betreffe aber weitaus mehr als nur Schulen. Deshalb, so Boldt, komme da künftig "auf uns auch auf anderen Gebieten einiges zu".


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