Metallklau macht Bahn zu schaffen

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29. Mai 2009, 09:55 Uhr

Schwerin/Berlin | Nur noch rund zwei Wochen, dann soll der ICE von Hamburg über Mecklenburg-Vorpommern nach Berlin brettern, sollen die laufenden Bauarbeiten beendet sein. Doch Deutsche Bahn und Bundespolizei haben an der neuen Strecke ein Problem: Metalldiebe treiben besonders rund um die Hauptstadt ihr Unwesen, klauen Erdungsleitungen, Oberleitungen und was sie sonst noch so in die langen Finger bekommen können, bestätigte ein Sprecher der Bundespolizei Berlin.

Seit einigen Tagen reagiere man mit verstärkter Überwachung, worauf die Zahl der Delikte zurückgegangen sei. Sein Kollege bei der Deutschen Bahn, Gisbert Gahler, ist dennoch zuversichtlich, dass der Eröffnungstermin gehalten werden kann, schließlich baue auch der Fahrplan darauf auf. Eine genaue Schadensumme konnte Gahler nicht nennen. Die für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zuständige Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt sieht aber zurzeit keinen akuten Anstieg der Fallzahlen. Immer wieder kämen dergleichen Delikte zwar vor, jedoch reagiere man auch in enger Zusammenarbeit mit der Bahn, sagte Sprecher Matthias Menge: "Wir wissen wo gebaut wird, und überwachen dort natürlich verstärkt."

Im Nordosten sank unterdessen die Zahl der Metalldiebstähle im vergangenen Jahr verglichen mit 2007 geringfügig, so das Innenministerium. Demnach registrierte die Polizei 2007 insgesamt 799 Delikte, 2008 waren es 785. Die Aufklärungsquote lag erst bei 28,2 Prozent, 2008 dann bei 47,9 Prozent.

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