Messer-Attacke auf Bahnsteig - Zwei Teenager verletzen 20-Jährigen lebensgefährlich

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08. September 2008, 05:35 Uhr

Rostock - Brutaler Angriff auf dem Rostocker Hauptbahnhof: Drei Teenager haben einem 20-Jährigen Sonnabend gegen 18.20 Uhr ein Messer in den Rücken gerammt und ihn dabei schwer verletzt. Das Opfer schwebte zunächst in Lebensgefahr. Inzwischen hat sich sein Zustand nach Angaben von Ärzten des Südstadtklinikums aber stabilisiert.

Beamte der Bundespolizei verhafteten zwei der drei mutmaßlichen Täter noch in der Nähe des Bahnhofs. Der dritte konnte unerkannt mit der Straßenbahn Linie 3 in Richtung Innenstadt entkommen.

„Die Hintergründe der Attacke sind noch völlig unklar“, sagt Monika Hirschke, Sprecherin der Bundespolizeiinspektion Rostock. Ein Zeuge beobachtete die Tat und rief sofort die Polizei.

Auf Bahngleis 2 hatten die Jugendlichen den 20-Jährigen kurz nach Ankunft der Bahn aus Warnemünde angegriffen und ihm die Waffe in den Rücken gerammt – ob einmal oder mehrfach, steht den ersten Ermittlungen zufolge noch nicht fest. Die Täter und ihr späteres Opfer sollen unbestätigten Angaben zufolge zuvor in der S-Bahn in Streit geraten sein.

Als die Polizei am Tatort ankam, flüchteten zwei 16 und 17 Jahre alte Tatverdächtige gerade aus dem Bahnhof. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und konnten sie noch in der Nähe der Gleise stellen.

„Einer der beiden räumte die Tat sofort nach seiner Festnahme ein“, sagt Hirschke. Er führte die Polizisten zu der Stelle, an der er Minuten vorher das Messer weggeworfen hatte. Nach dem dritten mutmaßlichen Beteiligten fahnden die Behörden noch. Ermittler sind dabei, Videomaterial aus dem Bahnhof auszuwerten und Zeugen zu befragen.

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