MeLa lockt mit Technik und Tieren

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17. September 2010, 07:51 Uhr

Mühlengeez | Mit Rekorden startet die 20. Agrarmesse in Mühlengeez: 1013 Aussteller wollen bis zum Sonntag Fachpublikum und interessierte Besucher über Neuheiten und Bewährtes für Landwirtschaft, Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau informieren - so viel wie noch nie. Auch gab es noch nie 87 495 Tiere auf der Landwirtschaftsausstellung (MeLa) zu sehen. Grund dafür ist die Honigbiene, das Tier der diesjährigen MeLa, das gleich zigtausendfach vertreten ist. Besucher können sich in einer Schauimkerei umsehen und viel über die Immen und die Honigproduktion erfahren.

Allein im Obstbau, so betonte gestern Wolf-Dieter Feldkamp, Vorsitzender des Imkerverbandes MV, würde die Honigbiene für eine Wertschöpfung von über vier Milliarden Euro jährlich in Deutschland über ihre Bestäubungsleistung sorgen. Die Erträge beim Raps könnten die Immen um 20 Prozent steigern.

Fleißig und ausdauernd wie die Bienen, so spannte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) den Bogen, seien auch die Bauern im Land. Die MeLa sei das "Spiegelbild einer Erfolgsgeschichte". Backhaus nannte als Beispiel die Milchleistung, standen 1990 4623 Kilogramm pro Jahr und Kuh in der Statistik, so seien es heute 8863 Kilogramm. Auch die Erträge bei Getreide hätten sich in 20 Jahren fast verdoppelt.

Aus dem Landkreis Ludwigslust stellen dieses Jahr 20 Agrarbetriebe und private Halter in Mühlengeez aus. Dazu zählen auch Unternehmen oder deren Handelsvertreter, die den großen Zulauf an Publikum nutzen, um ihre Produkte und Dienstleistungen vor allem rund um Haus, Hof und Garten zu präsentieren. Mit dabei sind unter anderem die Agrarproduktion Lübtheen e.G., das Vielanker Brauhaus, die Ludwigsluster Fleisch- und Wurstwaren GmbH, die Wittenburger Erzeugerorganisation Mecklenburger Ernte, das Hagenower Kartoffelveredlungswerk und die Bluevita GmbH aus Boizenburg, die vollbiologische Kläranlagen vertreibt.

Viel Zuspruch findet auf der größten Landwirtschaftsausstellung Norddeutschlands in jedem Jahr die Tierschau. Reinhard Leifels aus Körchow ist mit zwei Salers-Jungrindern nach Mühlengeez gereist. Es ist seine 16. MeLa. "Manche Händler trifft man nur einmal im Jahr", sagt er. "Und das ist auf der Messe in Mühlengeez." Für ihn bestätigt sich hier jedes Mal aufs Neue: "Kontakte sind das A und O und Erfahrungsaustausch ist die günstigste Investition." Seine zwei Rinder "Kleiner Teufel" und "Mädchen" sind so etwas wie Stars auf der MeLa. "Sie sind genetisch hornlos und dementsprechend groß ist das Interesse bei Rinderzüchtern, die hornlose Tiere haben möchten", sagt er. Heute wird Leifels die Salers-Rasse vorstellen. Zwischen 10 und 11 Uhr im Kleinen Ring.

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