Nordosten : Mehr Wohnungseinbrüche und Autoklau

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Im Nordosten sinkt zwar seit Jahren die Zahl der Straftaten insgesamt, doch es werden immer mehr Wohnungseinbrüche und Autodiebstähle verübt. Dieser Trend hält auch 2011 an.

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18. Mai 2011, 10:21 Uhr

Wie bundesweit müssen auch in Mecklenburg-Vorpommern wieder mehr Bürger mit Einbrüchen in ihren Wohnungen rechnen. Das geht aus einer Statistik des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern hervor, wie eine Sprecherin am Dienstag bestätigte. So nahmen Wohnungseinbrüche im Nordosten von 2009 auf 2010 um 8,9 Prozent zu, die Zahl der Autodiebstähle stieg um knapp 21 Prozent. Dieser Trend setzte sich auch im ersten Quartal 2011 fort. Die in Berlin erscheinende Tageszeitung "Die Welt" (Dienstag) berichtete unter Berufung auf die Kriminalstatistik des Bundes, das 2010 die Zahl der Einbrüche um 6,6 Prozent auf 123 000 Fälle gewachsen sei. Das Papier will Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am Freitag vorstellen.

Laut LKA wurden im ersten Quartal 2011 in Mecklenburg-Vorpommern 324 Autodiebstähle erfasst. Das waren 55 Fälle mehr als im gleichen Quartal 2010. Landesweit wurden zudem 425 Einbrüche in Wohnungen aufgenommen, 10 mehr als im Vorjahreszeitraum. Schon 2010 hatten sich Wohnungseinbrüche und Autodiebstähle gegen den Trend im Land entwickelt. Die Gesamtzahl der Diebstähle war um rund 5000 auf 49 000 Fälle gesunken. Dagegen stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche laut Statistik von 650 im Jahr 2009 auf 708 im Jahr 2010. Den stärksten Anstieg gab es an der Grenze zu Polen in der Polizeidirektion Anklam, die als einzige Direktion 2010 auch insgesamt mehr Diebstähle melden musste. Territorial stieg die Zahl Diebstähle 2010 am stärksten im Kreis Uecker-Randow, in Greifswald und im Kreis Ludwigslust.

Im Vergleich der Bundesländer meldete bei Wohnungseinbrüchen laut "Welt" Sachsen prozentual den höchsten Zuwachs mit 21,2 Prozent.

"Den absoluten Schwerpunkt bildet die Stadt Leipzig. Fast die Hälfte aller in Sachsen registrierten Wohnungseinbrüche wurden dort verübt", sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU). Hohe Zuwachsraten gab es auch in Hessen (+16,3 Prozent), Schleswig-Holstein (+13,7) und Brandenburg (+11,7 Prozent).

Wurden 2009 in Mecklenburg-Vorpommern 985 Autos gestohlen, waren es im vergangenen Jahr 1191 Wagen. Erst am Sonntag hatten Unbekannte wieder sieben Luxuswagen in Malchin (Kreis Demmin) entwendet. Die Polizei vermutet Bandendiebstahl. Mecklenburg-Vorpommern wird aufgrund seiner zentralen Lage als Transitland für grenzüberschreitende Eigentumskriminalität von osteuropäischen Banden genutzt, wie es im LKA-Jahresbericht heißt.

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