Mehr Spaß im Hallenbad - Schwimmen soll in Schwerin abwechslungsreicher werden

Vermutlich die Dreescher Halle wird zum Erlebnisbad umgebaut.
Vermutlich die Dreescher Halle wird zum Erlebnisbad umgebaut.

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05. September 2008, 08:54 Uhr

Schwerin - „Ein richtiges Spaßbad wie in Wismar kann sich die Landeshauptstadt nicht leisten“, sagt Jan Szymik. Sehr wohl brauche Schwerin aber eine Halle, in der deutlich mehr geboten werde, „als bloßes Bahnenschwimmen und Plantschen im Kinderbecken“, fügt der Stadtvertreter von den Unabhängigen Bürgern hinzu. „Eine Rutsche, ein Strömungskanal und Babybecken beispielsweise würden das Baden vor allem für Kinder, Jugendliche und Familien sehr viel attraktiver machen“, sagt Szymik.

Die Ideen des Unabhängigen sind keinesfalls nur Wunschträume, sondern mittlerweile Konsens zwischen den Fraktionen: Die Schwimmhallen in Lankow und auf dem Dreesch sollen bis Ende 2012 saniert werden. Die Wasserfläche einer Halle wird zudem vergrößert, zusätzliche Angebote an dem noch festzulegenden Standort sollen den Spaßfaktor erhöhen.

Noch eine gute Nachricht: Schon in diesem Jahr können die Schweriner außerdem wieder in der Dreescher Halle schwimmen gehen. Kurzfristig öffnen dort Sauna und Solarium wieder. Zudem beschlossen die Stadtvertreter, dass die Hallen von der städtischen Firma FIT (Freizeit-, Infrastruktur- und Tourismus Service Schwerin GmbH) zurück in die Verantwortung der Verwaltung oder eines Eigenbetriebes der Stadt kehren sollen – ebenfalls bis zum Jahresende.

Bis dahin muss der Oberbürgermeister den Stadtvertretern ein Finanzierungskonzept für Sanierung und Erweiterung vorlegen. Er soll dabei auch möglichst Fördermittel akquirieren.

Mit diesen Beschlüssen folgte die Kommunalpolitik im Juli dem Wunsch von mehr als 13 000 Schwerinern, die dafür ihre Unterschrift gegeben hatten. Den Sanierungsplänen war heftiger Streit über das künftige überdachte Schwimmen in Schwerin vorausgegangen.

Denn die Stadtvertreter revidierten im Juli ihren im März mit den Stimmen von CDU- und Linke-Fraktion mehrheitlich gefassten Beschluss, wonach nur die Lankower Halle saniert, die Dreescher geschlossen und am Sieben-Seen-Sportpark eine neue Schwimmhalle gebaut werden sollte. Möglich wurde die Kehrtwende durch einen Meinungswandel bei den Linken.

Vorbild für die geplante Erweiterung und Sanierung einer Halle könne das städtische Bad in Wittenberge sein, sagt Stadtvertreter Szymik. „Die Halle wird von der dortigen Bevölkerung sehr gut angenommen.“ Darüber hinaus entspreche der ursprüngliche Baukörper in Wittenberge genau denen in Schwerin noch vorhandenen. Bereits kommende Woche wollen Stadtvertreter in die Prignitz fahren, um die dortige Halle unter die Lupe zu nehmen.

Wo das erweiterte Schwimmangebot entstehen soll, dafür zeichnet sich in der Stadtvertretung bereits eine Mehrheit ab. „Die Meinung tendiert zur Dreescher Halle“, sagt Jan Szymik. Schließlich sei dort der Sanierungsbedarf größer und würden auch mehr Schweriner in Nähe der Halle leben als in Lankow.

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