Güstrow: Drei Restauratoren unterstützen Arbeit : Mehr Schwung am Ulrich-Epitaph im Dom

Hendrik Seipt gehört zu den drei Restaurastoren, die jetzt am Ulrich-Epitaph zusätzlich arbeiten.hans-jürgen kowalzik
Hendrik Seipt gehört zu den drei Restaurastoren, die jetzt am Ulrich-Epitaph zusätzlich arbeiten.hans-jürgen kowalzik

In die Restaurierung des Ulrich-Epitaphs im Güstrower Dom kommt jetzt noch mehr Schwung hinein, damit die Arbeiten im Herbst beendet werden.

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20. Mai 2011, 10:54 Uhr

In die Restaurierung des Ulrich-Epitaphs im Güstrower Dom kommt jetzt noch mehr Schwung hinein, damit die Arbeiten im Herbst beendet werden. Seit einigen Tage unterstützen den Chefrestaurator Boris Frohberg die Stein-Restauratoren Hendrik Seipt aus Wittstock sowie Aurelia Badde - eine Alabaster-Spezialistin - und Kai Rötger aus Berlin.

Sie arbeiten an den drei Rückwänden des Epitaphs. An der ersten Achse wird gereinigt. An den anderen beiden geht es darum, die unteren Rückwandplatten aus dem schwarzen Kalkstein zu entnehmen. Hendrik Seipt: "Das geschieht, weil Mauerwerk und Platten versalzen sind. In der Werkstatt werden sie weiter bearbeitet." Das treffe auch auf gerissene und lose Wappen zu, erläutert der Restaurator weiter. Aber man sei in diesem Bereich erst am Anfang. Es gebe noch jede Menge Arbeit bis zur Fertigstellung im Herbst.

Außerdem wird es eine neue Haltekonstruktion aus Edelstahl für das gesamte Epitaph geben. Die wird im Mauerwerk verankert. Seipt: "Der Sockel erhält ein zusätzliches Haltekorsett aus Edelstahl." Außerdem werde alles so gebaut, dass immer Luft zirkulieren kann, so Seipt.

Das ist das Problem des Monuments aus dem 16. Jahrhundert, weil die Wand, an dem das Epitaph hängt, von Salz, Rost und Konstruktionsschäden belastet ist.

Die Kosten belaufen sich auf 580 000 Euro. 20 Prozent muss die Domgemeinde aufbringen. Das erfolgt größtenteils aus Spenden . "Gerade habe ich wieder einen roten Punkt an der Tafel, die das Epitaph zeigt, für eine 3000-Euro-Spende anbringen können", freut sich Dompropst Christoph Helwig.

Die Fertigstellung werde groß gefeiert. Aber nicht im Herbst sondern am 20. und 21. Januar, so Helwig.

Das Epitaph zeigt Herzog Ulrich sowie seine Gemahlinnen Elisabeth von Dänemark und Anna von Pommern. Es zählt zur Kunst ersten Ranges im Ostseeraum.

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