zur Navigation springen

Krankenhauses am Crivitzer See : Mehr Arbeit für den Crivitzer Storch

vom

Das neue Jahr ist wenige Tage alt, in den zwei Kreißsälen des Krankenhauses am Crivitzer See ist von Winterruhe nichts zu spüren: Bis gestern hat sich die Anzahl der 2011 hier Geborenen auf sieben erhöht.

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2011 | 10:53 Uhr

Damit setzt sich im neuen Jahr fort, was im zweiten Halbjahr 2010 schon deutlich zu spüren war: Am Crivitzer See werden wieder mehr Kinder geboren. Die Statistik für das Vorjahr weist 459 Geburten aus - 234 Mädchen und 225 Jungen. Das sind genau 40 Geburten mehr als im Jahr 2009. Das Team um Dr. Bernhard Moldenhauer, Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe im Crivitzer Krankenhaus, freut sich über diese Mehrarbeit. "Einem Kind auf die Welt zu helfen, ist die schönste Arbeit überhaupt", sagt der Chefarzt.

Von deutschlandweit mehr Geburten im Jahr 2010 spricht auch das Bundesfamilienministerium. Die Zahlen für das Crivitzer Krankenhaus passen aber nur auf den ersten Blick zu diesem Trend. "Im ersten Halbjahr gab es keine Steigerung", berichtet Dr. Moldenhauer. Das deutliche Plus bei den Geburtenzahlen verdanken die Crivitzer auch der Schließung der Geburtshilfeabteilung im Ludwigsluster Krankenhaus Mitte vorigen Jahres. "Werdende Mütter dieser Region kommen aber nicht nur zu uns, auch in Schwerin, Hagenow und anderen Krankenhäusern Westmecklenburgs war ein Anstieg zu spüren", betont der Fachmann.

Aber natürlich freut sich Dr. Moldenhauer über jede Schwangere, die sich für das Crivitzer Krankenhaus entscheidet, und er ergänzt: "Über jede Familie, die sich für uns entscheidet." Denn fachliche Kompetenz plus Familienfreundlichkeit macht den Ruf des Hauses aus. So wohnen die Eltern der in Crivitz geborenen Kinder nicht nur in der unmittelbaren Region. Zur Entbindung reisen Frauen aus ganz Westmecklenburg an. "Gebürtige Crivitzerinnen und auch ehemalige Mecklenburgerinnen, die ihr erstes oder zweites Kind schon bei uns entbunden haben, kommen wieder in unser Haus", erzählt Dr. Moldenhauer.

Dass das auch in Zukunft so bleibt, dafür reicht es nicht, sich auf dem erarbeiteten Ruf zu verlassen, weiß der Chefarzt. Wichtig ist dem Crivitzer Team, dass jede werdende bzw. junge Mutter individuell beraten und betreut wird. Gezielt wird Akupunktur eingesetzt, um Beschwerden der Frauen vor der Entbindung, im Kreißsaal und auch im Wochenbett zu lindern. Im Crivitzer Krankenhaus wird jedes Neugeborene osteopathisch untersucht und bei Bedarf behandelt. Das hilft beispielsweise, um bei den Babys Verspannungen zu lösen, den Stress nach einer Geburt zu bewältigen, Probleme beim Trinken zu beseitigen. Natürlich kommen auch die Väter nicht zu kurz. So sind heute bei 90 Prozent aller Geburten im Crivitzer Krankenhaus die Väter mit dabei. Und wenn die Männer es möchten, können sie im Familienzimmer auch über Nacht bei ihrer Frau und dem Nachwuchs bleiben.

Beim Blick auf die Jahresstatistik 2010 für das Crivitzer Krankenhaus fällt noch eine zweite gestiegene Zahl auf: 27 Prozent der Babys kamen per Kaiserschnitt zur Welt. "Diese Anzahl steigt seit Jahren stetig an, wir liegen aber noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt", erzählt Dr. Moldenhauer. Ein Grund dafür ist das höhere Sicherheitsbedürfnis bei den werdenden Müttern. So werden Kinder in Beckenendlage heute zumeist per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Hinzu kommt, dass auch immer mehr Frauen diese Operation wünschen. "Wenn es keinen medizinischen Grund gibt, empfehle ich eine spontane Geburt. Zumal wir Schmerzlinderung durch moderne Anästhesieverfahren leisten können. Aber die Entscheidung liegt natürlich bei der Patientin", betont Dr. Moldenhauer. Gerade die Frage Kaiserschnitt oder spontane Geburt zeige aber auch, wie wichtig eine individuelle Geburtsplanung vor jeder Entbindung ist.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen